Wirtschaftsbetriebe Kreis Coesfeld stellen Statistik für 2019 vor
Abfallberg schrumpft um 300 Tonnen

Kreis Coesfeld (fs). Insgesamt 106 603 Tonnen Abfall sind über die kommunalen Sammelsysteme der Städte und Gemeinden im Kreis Coesfeld im Jahr 2019 erfasst worden. Das geht aus der Abfallstatistik für den Kreis Coesfeld hervor, die Stefan Bölte, Geschäftsführer der Wirtschaftsbetriebe Kreis Coesfeld GmbH (WBC), in der Aufsichtsratssitzung jetzt vorgestellt hat.

Dienstag, 09.06.2020, 17:32 Uhr
Wirtschaftsbetriebe Kreis Coesfeld stellen Statistik für 2019 vor: Abfallberg schrumpft um 300 Tonnen
Foto: az

„Damit sind in der Summe nochmals rund 300 Tonnen Abfälle weniger angefallen als im Jahr davor“, freut sich Stefan Bölte über diese insgesamt positive Bilanz. Leichte Mengenzuwächse gab es – auch wie im Vorjahr – beim Altglas und Altholz in der getrennten Wertstofferfassung. Auch die Bio- und Grünabfälle nahmen wieder etwas zu. Rückgänge gab es insbesondere bei den Altkleidern, die durch gemeinnützige Organisationen gesammelt wurden. Diese meldeten mit rund 1300 Tonnen knapp 700 Tonnen weniger als in 2018.

Die Menge der im Kreis Coesfeld gesammelten Bio- und Grünabfälle war mit 193 kg pro Person und Jahr (2019) trotzdem ein landesweiter Spitzenwert. Durch die konsequente Mülltrennung insgesamt liegt die spezifische Restmüllmenge bei nur 89 kg pro Person und Jahr. Die Menge an Leichtverpackungen (LVP) sank von 11 799 Tonnen in 2018 auf 11 614 Tonnen im vergangenen Jahr, sodass Matthias Bücker auf „einen kleinen Trend nach unten“ hofft. Der Pressesprecher der WBC gibt aber mit Blick auf den Zuwachs beim Altglas auch zu bedenken, dass in puncto Umweltbewusstsein „das Tetrapak Tomatensauce besser ist als das Einwegglas“. Noch umweltbewusster sei es, auf Mehrwegglas umzusteigen.

Beim Altpapier fällt auf, dass Verpackungskartons mittlerweile „bis zu 50 Prozent des Volumens in den Papiermülltonnen ausmachen. Druckerzeugnisse wie Zeitungen sind stark rückläufig“, informiert Matthias Bücker. Dabei seien Verpackungskartons minderwertiger und ließen sich schlechter wiederverwerten.

Wie auch in den Jahren davor ist die Sortierleistung der Bürger im Kreis Coesfeld unverändert gut, heißt es im Pressebericht der WBC: 87 050 Tonnen (2018: 87 356 t), entsprechend 81,7 % (2018: 81,7 %) der Gesamtmenge und konnten über verschiedene Wege einer Verwertung zugeführt werden, nur 19 400 Tonnen Hausmüll (2018: 19 377 t) wurden in der Müllverbrennungsanlage in Oberhausen entsorgt, 153 Tonnen Schadstoffe einer ordnungsgemäßen Entsorgung zugeführt. Umgerechnet hat damit jeder Einwohner insgesamt 485 kg Abfälle entsorgt (2018: 487 kg).

Ein Ärgernis ist immer noch der hohe Anteil von (vermeintlich kompostierbaren) Plastiktüten in der Biomülltonne. Hierzu hat der Kreis Coesfeld sich der Kampagne #wirfuerbio angeschlossen und im September 50 000 Bioabfalltüten verteilt. Auch Aufkleber auf den Biotonnen sollen die Bürger laut Sebastian Täger, Bürgermeister der Stadt Senden, „gezielt daran erinnern, dass Plastiktüten, auch wenn sie biologisch abbaubar sind, nicht in die Biotonne gehören.“ Doch ohne stichprobenartige Kontrollen der Biotonnen sei eine wesentliche Reduzierung der Störstoffe nicht zu erreichen. „Daher sieht der Fahrplan für 2020 auch im Kreis Coesfeld Biotonnenkontrollen vor“, betont Täger im Statusbericht der WBC.

„Die Mitglieder des Aufsichtsrates lobten besonders das neue Update der AbfallApp“, so Stefan Bölte. Die App informiert über aktuelle Termine der Abfallentsorgung im Kreis Coesfeld und bietet mehr Aktualität und neue Funktionen. Infolge der Corona-Krise gibt es auch bei den Terminen der Abfallentsorgung Aktuelles zu beachten: Finden die nächsten Abfuhren tatsächlich statt? Wann sind welche Wertstoffhöfe wieder geöffnet? Welche wichtigen Regelungen müssen bei der Abfallentsorgung im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie beachtet werden?

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