Kreis Coesfeld will am Montag finale Entscheidung bekannt geben
Impfzentrum in Dülmen oder Senden

Kreis Coesfeld. Dülmen und Senden sind in der Endauswahl für den Standort eines Impfzentrums im Kreis Coesfeld. Das hat Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr am Freitagnachmittag im Gespräch mit unserer Zeitung bestätigt. Die finale Abstimmung mit den Eigentümern der Liegenschaften erfolgt am Wochenende, sodass der endgültige Standort für den Kreis Coesfeld am Montag bekannt gegeben werden soll. „Eine zentrale Voraussetzung ist die gute Erreichbarkeit für alle Bürger im Kreis Coesfeld“, begründet Schulze Pellengahr, warum sich die Verwaltung schließlich auf „die Achse Dülmen-Senden konzentriert“ habe.

Samstag, 28.11.2020, 06:46 Uhr
Kreis Coesfeld will am Montag finale Entscheidung bekannt geben: Impfzentrum in Dülmen oder Senden
Bevor es im Impfzentrum des Kreises Coesfeld, dessen finaler Standort Montag bekannt gegeben wird, tatsächlich zu Impfungen kommt, dauert es wohl noch bis zum kommenden Jahr. Zunächst wird von dem Standort aus die Verteilung des Impfstoffs organisiert. Foto: Pexels

Die genauen Standorte, die man ins Auge gefasst habe, wollte der Landrat jedoch noch nicht nennen, da es sich nicht um Immobilien im Besitz des Kreises Coesfeld handele. Die vergangenen Tage habe die Kreisverwaltung laut Schulze Pellengahr „intensiv genutzt, um in Absprache mit den Ordnungsämtern geeignete Liegenschaften“ auszuloten und Begehungen vorzunehmen. Dass es mit der Bestimmung eines Standorts länger gedauert habe, begründet Schulze Pellengahr damit, dass im Hinblick auf die Anforderungen, die beispielsweise auch die Kassenärztliche Vereinigung an ein Impfzentrum im Kreis Coesfeld stellt, „Informationen erst in dieser Woche eingetroffen sind“. Diese Anforderungen betreffen neben der Erreichbarkeit und Größe des Standorts auch die Zahl der Parkplätze in unmittelbarer Nähe.

Unter anderem aus diesem Grund sei auch das Pictorius-Berufskolleg, in dem zu Beginn der Pandemie das Hilfskrankenhaus untergebracht war, nicht in die engere Auswahl gekommen. „Wir haben natürlich auch die Turnhalle dort noch einmal geprüft“, berichtet Schulze Pellengahr. „Doch wir wollten den Standort noch im Hinterkopf behalten, falls das Hilfskrankenhaus doch noch einmal wieder aufgebaut werden muss, was wir natürlich nicht hoffen“, begründet der Landrat. Zudem habe man in der Kreisstadt auch die Bürgerhalle unter die Lupe genommen.

Wenn das Impfzentrum eingerichtet werde und der Impfstoff eintreffe, „darf man sich nicht der Vorstellung hingeben, dass sofort alle Bürger dorthin pilgern und sich impfen lassen können“, tritt Schulze Pellengahr etwas auf die Bremse. Denn zunächst werde von dort aus die Verteilung des Impfstoffs – verbunden mit der Entsendung mobiler Impfteams – organisiert. „Bis wir vor Ort wirklich impfen können, sind wir deutlich im neuen Jahr.“

Nach ersten Informationen unserer Zeitung soll der Kreis Coesfeld zunächst 50 000 Impfdosen bekommen. Diese Zahl wollte Schulze Pellengahr jedoch nicht bestätigen. Nur so viel: „Es gibt dazu Äußerungen in einem Konzeptpapier, wobei die Zahlen aber ziemlich durcheinander gehen.“ Die Menge hänge letztlich auch davon ab, wie schnell der Impfstoff zugelassen werde und ob es noch einen weiteren Impfstoff gibt. „Klar ist aber, dass es zunächst eine Mangelverwaltung sein wird und im ersten Schritt die vulnerablen Gruppe geimpft werden“, sagt Schulze Pellengahr.

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