Krisenstab tagt digital im Kreishaus
Betroffene Branchen begrüßen Wirtschaftshilfen

KReis Coesfeld. Die aktuellen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die regionale Wirtschaft waren Thema der Beratungen der dritten Sitzung des Krisenstabes Wirtschaft im Kreis Coesfeld. Zu dieser hatte Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr die Bürgermeister aus dem Kreis, die Wirtschaftskammern, die Branchenverbände, die Arbeitsagentur und weitere wirtschaftsnahe Institutionen eingeladen. Besonders im Blick waren die Branchen, die durch die derzeitigen Einschränkungen in außergewöhnlichem Maße betroffen sind: die Gastronomie und Hotellerie, die Freizeit- und Eventwirtschaft sowie der gesamte Kulturbereich. Alle Beteiligten begrüßen die Fortführung der außerordentlichen Wirtschaftshilfe für diese Sparten.

Sonntag, 06.12.2020, 11:06 Uhr
Krisenstab tagt digital im Kreishaus: Betroffene Branchen begrüßen Wirtschaftshilfen
Haben sich mit Vertretern der Kommunen und Wirtschaft beraten: (v.l.) Dezernent Detlef Schütt und Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr. Foto: az

Auch der Einzelhandel bleibt stark von der Corona-Pandemie betroffen. Je nach Lage sind durchschnittliche Umsatzrückgänge zwischen 30 Prozent und mehr als 50 Prozent zu verzeichnen. Im Krisenstab stellte Dr. Fritz Jaeckel, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen, die Kampagne „Das Gute findet Innenstadt“ vor. Mit dieser Aktion soll im gesamten Münsterland dafür geworben werden, die Weihnachtseinkäufe trotz oder gerade wegen der schwierigen Lage vor Ort zu tätigen und den örtlichen Handel zu unterstützen. „Diese Kampagne kommt zur richtigen Zeit. Gerne wollen wir ihr in unserem Kreis den notwendigen Rückenwind geben“, sagt Schulze Pellengahr die Unterstützung des Kreises sowie der Städte und Gemeinden zu. Ergänzt wird die Kampagne durch die Internetplattform www.regional-nicht-egal.de, auf der der Münsterland e. V. eine Übersicht über die vielfältigen Initiativen und Aktionen zur Stützung der Wirtschaft in der Region gibt.

Einen besonderen Schwerpunkt der Beratungen im Krisenstab bildete die Lage auf dem Ausbildungsmarkt. Zwar sind laut Pressemitteilung des Kreises auch hier die Zahlen der Ausbildungsverträge rückläufig, mit -9,8 Prozent bei den kaufmännischen- und industriellen Berufen sowie -7 Prozent im Handwerk jedoch deutlich geringer als im Münsterland-Durchschnitt. Der Landrat appelliert an die Unternehmen, auch jetzt Praktikumsplätze zur Verfügung zu stellen. Ebenso begrüßt er die Planungen der IHK, Anfang 2021 eine digitale Ausbildungsmesse durchzuführen, um Jugendliche und Betriebe trotz Corona zusammenzubringen, sowie das Informationsangebot des „Aus(bildungs)checkers“ des Münsterland e. V., das sich speziell an Eltern richtet.

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