Kisenstabs-Chef Ulrich Helmich zur Pandemie-Situation
Neue Corona-Regeln „angemessen“

Kreis Coesfeld (vth). Die Corona-Situation bleibt schwierig. Davon ist Dezernent Ulrich Helmich, Chef des Krisenstabs für den Kreis Coesfeld, überzeugt. Zwar ist der Sieben-Tage-Wert an Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern am Freitag im Kreis Coesfeld auf 54,9 gesunken. „Es wäre aber eine falsche Interpretation, wenn man nachlässig werden würde“, betont Helmich. Im Gegenteil: Die Zahlen können trügen. Weniger Tests über die Feiertage, weniger Arztbesuche, weniger Erfassungen und Meldungen – „wo wir wirklich stehen, wird sich erst in den nächsten Tagen herausstellen“, sagt Helmich. Er appelliert an die Bürger, sich in jedem Fall immer an die Hygiene- und Abstandsgebote zu halten. „Auch wenn man es vielleicht nicht mehr hören kann. Aber nur so haben wir die Chance, da raus zu kommen.“

Samstag, 09.01.2021, 07:00 Uhr
Kisenstabs-Chef Ulrich Helmich zur Pandemie-Situation: Neue Corona-Regeln „angemessen“
Krisenstabs-Chef Ulrich Helmich Foto: az

Die neuen Corona-Regeln, die ab Montag gelten, hält Helmich für angemessen. „Ich sehe keinen besseren Weg“, sagt er. Keine Frage, es seien keine leichte Zeiten. Unterricht auf Distanz, Kitas im Pandemiemodus, weitere Einschränkungen bei Treffen. Die Frage dürfe aber nicht lauten, wie man am besten bis an die Grenzen der Corona-Vorschriften kommen kann, sagt Helmich. „Man sollte sich vielmehr fragen, was vernünftig ist.“ Abstands- und Hygienegebote sollten „in Fleisch und Blut übergehen wie das Rechtsfahrgebot“.

Die 15-Kilometer-Regel für Hotspots hat NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann nicht in die Verordnung für Nordrhein-Westfalen aufgenommen. Stattdessen sollen betroffene Kreise selber bestimmen. Zurzeit zumindest muss der Kreis Coesfeld aber keine Regelungen machen, weil die Werte ja weit unter 200 liegen.

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