2431 Senioren in Altenheimen geimpft
Die Hälfte geschafft

Kreis Coesfeld. 2431 Senioren und Pflegekräfte sind inzwischen in den Altenheimen im Kreis Coesfeld geimpft. Ungefähr die Hälfte in diesem Bereich, wie Vanessa Pudlo, Pressesprecherin der für die Impfungen zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KV) gegenüber unserer Zeitung berichtet. „Wir gehen davon aus, dass bis Ende Januar ein Großteil der Senioren in den Einrichtungen mit der ersten Impfung durch ist.“ Dann soll mit der notwendigen zweiten Impfung begonnen werden und zugleich im Impfzentrum des Kreises in Dülmen der Startschuss fallen. Dort werden zunächst alle Menschen ab 80 Jahren geimpft, die nicht in Seniorenheimen leben und mobil sind (s. Kasten).

Samstag, 09.01.2021, 08:00 Uhr
2431 Senioren in Altenheimen geimpft: Die Hälfte geschafft
Die Impfungen in den Seniorenheimen laufen nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung gut; hier lässt sich Bernhardine Kiffmeyer impfen, die älteste Bewohnerin der Stiftung zu den Heiligen Fabian und Sebastian in Rosendahl-Osterwick (101 Jahre). Foto: Stiftung zu den Heiligen Fabian und Sebastian

Die Impfungen in den Altenheimen im Kreis Coesfeld sind aus Sicht der KV bislang positiv verlaufen. „Die Seniorenheime geben an, wieviel sie an Impfstoff benötigen“, erläutert Pudlo das Verfahren. Was an Impfstoff vorhanden sei, werde verimpft. „Eine besondere Zurückhaltung beim Impfen können wir nicht bestätigen, auch nicht bei den Pflegekräften,“ sagt Pudlo. Aufklärungsgespräche seien allerdings erwartungsgemäß notwendig.

Eine Quote, wie hoch der Anteil der geimpften Senioren und der Pflegekräfte ist, ist allerdings noch nicht ermittelt.

Auch der Caritasverband spricht von einem Erfolg beim Impfen in seinen Altenheimen. Nach den ersten Rückmeldungen ließen sich in der Regel über 90 bis 100 Prozent der alten Menschen impfen, so Anne Eckert, Referatsleiterin Altenhilfe. Auch die Pflegekräfte seien überwiegend dabei. In Rosendahl-Osterwick seien beispielsweise 80 Prozent der Pfleger dazu bereit gewesen. Um die Impfungen räumlich zu ermöglichen, sind kreative Lösungen gefragt. Das Laurentius-Stift in Coesfeld hat etwa seine Kapelle genutzt und dort mehrere Impfstraßen eingerichtet. So ist es laut Caritas gelungen, über 100 Bewohner und dazu einen Großteil der Mitarbeiter in wenigen Stunden zu impfen.

Start im Impfzentrum Anfang Februar – nur ab 80

Im Impfzentrum des Kreises Coesfeld in Dülmen ist alles vorbereitet. Anfang Februar soll es laut NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann losgehen. Impfen lassen können sich zunächst Menschen im Alter von ab 80 Jahren, die nicht in einer Altenpfleeinrichtung leben. „Und zuerst auch nur die über 80-Jährigen“, betont Vanessa Pudlo von der Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe, die für die Impfungen zuständig ist. Nur das Alter zählt. Wer unter 80 Jahre alt ist und beispielsweise Vorerkrankungen hat, muss sich noch gedulden. Es sollen Infoschreiben an die über 80-Jährigen um den 20. Januar herum herausgeschickt werden. Anmeldungen für einen Impftermin sind dann über eine zentrale Telefonnummer und online möglich. „Im Moment allerdings noch nicht“, betont Pudlo. Um lange Wartezeiten zu vermeiden, sollten nach der Freischaltung zunächst nur diejenigen einen Termin vereinbaren, die berechtigt sind. Flunkern bringt nichts: Wer einen Termin ergattert und in Wirklichkeit jünger ist, fliegt spätestens im Impfzentrum auf, das die Daten kontrolliert. Die Anzahl der Termine, die vergeben werden, hängt von der Menge des Impfstoffs ab. „Deswegen können wir jetzt auch noch keine Termine vereinbaren“, erläutert Pudlo. „Wir wissen noch nicht, wieviel Impfstoff zur Verfügung steht.“ Klar sei aber, dass weitere Impfstoffe vor der Zulassung stehen und somit immer mehr Menschen geimpft werden können. „Jeder, der geimpft werden will, wird auch geimpft“, so Pudlo. Geduld sei allerdings gefragt.

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