Diskussion mit EU-Parlamentarier Markus Pieper
„Viele Chancen für die Region“

Kreis Coesfeld. Wie steht es um Europa, welche Chancen und Herausforderungen ergeben sich für das Münsterland? Diesen Fragen gingen die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) im Kreis Coesfeld und die CDU Nottuln in einer digitalen Diskussionsrunde nach. Zugeschaltet war der hiesige Europaabgeordnete Dr. Markus Pieper, der offensiv die Politik der Kommission und des Parlaments vertrat, aber auch ein dickes Lob für die Region bereit hatte: „Das Münsterland ist gigantisch aufgestellt“, meinte er mit Blick auf Glasfaserausbau, erneuerbare Energien und Investitionen.

Samstag, 16.01.2021, 07:00 Uhr
Diskussion mit EU-Parlamentarier Markus Pieper: „Viele Chancen für die Region“
Europaabgeordneter Dr. Markus Pieper tauschte sich mit der Mittelstandsv- und Wirtschaftsunion im Kreis und der CDU Nottuln aus. Foto: az

Dr. Julian Allendorf, Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes, und der MIT-Kreisvorsitzende Rainer Betz zogen ein positives Fazit der zweiten gemeinsamen Veranstaltung. „Wir müssen alle im Kreis Coesfeld mit dafür Sorge tragen, Europa ins rechte Licht zu rücken“, erklärte Betz. „Wir brauchen den Zusammenhalt.“

Pieper machte das gemeinsame Vorgehen an der Herausforderung Corona deutlich. „Die Impfstrategie hält den Kontinent stabil“, so der Parlamentarier der Europäischen Volkspartei (EVP). Gegen Kritik wehrte er sich: „Brüssel hat seine Hausaufgaben gemacht.“ Die EU habe vorausschauend geplant und mit mehreren Anbietern von Impfstoffen Verträge geschlossen. „Das hat zur Risikostreuung beigetragen“, erklärte er. Auch sei es Brüssel gelungen, trotz Pandemie den Binnenmarkt offen zu halten.

Und nicht zuletzt sei unter deutscher Ratspräsidentschaft ein Investitionsabkommen mit China geschlossen worden. Damit war ein Thema angerissen, das vielen Diskussionsteilnehmern unter den Nägeln brannte: der Umgang mit der Großmacht aus Fernost. Diese sei ein wichtiger Geschäftspartner vieler Mittelständler in der Region. „Doch China hat uns bereits überholt im Welthandel“, erklärte Pieper. Noch aber sei Europa Innovations- und Technologieführer. Er ermunterte zu mehr Selbstbewusstsein: „Unterschätzt Europa nicht.“ Gerade was in Europa in der Umwelttechnik passiere, beobachte China genau. „Dort geht schon der Trend dahin, Forschungsgelder auf Wasserstoff zu konzentrieren.“ Batterien gelten als „old fashioned“. In der Wasserstoffwirtschaft sah der Parlamentarier auch für die hiesige Region viele Chancen. Emissionshandel und Klimawandel waren weitere Themen, die die Teilnehmer ansprachen. „Wir müssen Klimaschutz mit marktwirtschaftlicher Innovation verbinden“, so Pieper.

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