Neuer Anlauf für attraktivere Bus- und Bahntickets geplant
Wegen Corona verpufft

Kreis Coesfeld. Bedauern im Mobilitätsausschuss: Die Vergünstigungen, die der Kreis Coesfeld für Bus und Bahn vorangebracht hatte, sind durch die Corona-Situation kaum zum Zuge gekommen. „Durch Corona verpufft“, bestätigte Gerrit Tranel, Geschäftsführer vom Fachbereich Bus des Zweckverbands Mobilität Münsterland (ZVM).

Mittwoch, 03.02.2021, 07:00 Uhr
Neuer Anlauf für attraktivere Bus- und Bahntickets geplant: Wegen Corona verpufft
Der Fachausschuss stimmte einer leichten Erhöhung der Fahrpreise im öffentlichen Personennahverkehr zu. Allerdings soll über die Rabatte, die der Kreis Coesfeld auf den Weg gebracht hat, noch einmal geredet werden. Sie sind wegen der Pandemie nicht zum Zuge gekommen. Foto: Archiv

Die Politiker plädierten dafür, dass über die Vergünstigungen erneut in der Tarifgemeinschaft diskutiert werden soll. „Wenn die Pandemie vorüber ist und die Akzeptanz für den öffentlichen Personennahverkehr wieder da ist“, so Dr. Julian Allendorf von der CDU.

Im zweiten Lockdown habe man mit einer noch schlechteren Frequenz zu kämpfen, erklärte Tranel. „Über Rabattaktionen kann man reden, wenn wir wieder fahren können.“

Der Ausschuss stimmte der vorgesehenen linearen Anhebung der Fahrpreise im Westfalen-Tarif im Münsterland zum 1. August dieses Jahres bei vier Neinstimmen (SPD) und fünf Enthaltungen (Grüne) zu. Geeinigt hatten sich die Tarifpartner auf eine Erhöhung im Schnitt um 1,34 Prozent. „Das ist nicht das, was wir wollen“, sagte Hermann-Josef Vogt von der SPD im Ausschuss. Nach wie vor hätten die privaten Verkehrsunternehmen zu viel in der Gemeinschaft zu bestimmen und nicht die Kreise mit den politischen Stimmen, die sich um einfachere und günstigere Nutzungen des öffentlichen Personennahverkehr bemühten. Das Ziel beim Busverkehr müsse zudem nach wie vor eigenwirtschaftlicher Verkehr sein.

Die Fahrkartenpreise für die 9-Uhr-Tickets, für die die Kreise im Jahr 2020 für 12 Monate eine Senkung von rund 20 Prozent für die Fahrgäste durchsetzen konnten, sollen mit dem 1. August dieses Jahres wieder zur normalen Höhe zurück kehren. Sie werden aber nicht erhöht. Die Anhebung um 1,34 Prozent im Schnitt verteilt sich unterschiedlich: Preise für Fahrkarten für Gelegenheitskunden (darunter Einzel-Tickets, 9-Uhr-Tages-Tickets) werden nicht angehoben. Preise für Fahrkarten für Stammkunden (Zeitkarten wie 30-Tage-Tickets und Abos) werden um bis zu zwei Prozent angehoben. Preise für Fahrkarten für Schulträger (Schulweg-Monats-Tickets) werden um bis zu zwei Prozent angehoben.

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