Einhellig Zustimmung für CDU-Antrag: Münsterlandweite Studie über Standorte für Power to Gas
Wasserstoff auf dem Vormarsch

Kreis Coesfeld. Strom aus regenerativen Energien in Wasserstoff umwandeln: Der Kreis Coesfeld will bei den sogenannten Power-to-Gasanlagen einen Schritt weiter nach vorne gehen. Unter der Überschrift „Münsterland - Wasserstoffland“ sollen in einer Machbarkeitsstudie geeignete Standorte gefunden werden. Für einen entsprechenden Antrag der CDU stimmte die Politik jetzt einhellig im Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz, öffentliche Sicherheit und Ordnung. „Es geht darum, die Wasserstofftechnologie münsterlandweit zu etablieren“, sagte Ausschussvorsitzender Dr. Thomas Wenning (CDU).

Donnerstag, 04.02.2021, 06:00 Uhr
Einhellig Zustimmung für CDU-Antrag: Münsterlandweite Studie über Standorte für Power to Gas: Wasserstoff auf dem Vormarsch
Die Biogasaufbereitungsanlage in Coesfeld-Höven könnte mit einer Power-to-Gas-Anlage erweitert werden. In einer Studie sollen münsterlandweit Standorte untersucht werden. Foto: az

Das Thema grüner Wasserstoff beschäftigt den Kreis Coesfeld bekanntlich schon länger; 2018 gab es eine erste Konzeptstudie. In Coesfeld ist am Standort der ehemaligen Deponie in Höven bereits eine Machbarkeitsstudie zur Realisierung einer Power-to-Gas-Anlage geplant, die vom Land gefördert wird. Dabei geht es um die Frage, inwieweit die vorhandene Biosgasanlage genutzt werden kann. Dabei soll überschüssiger Strom aus regenerativen Energien mittels Elektrolyse in Wasserstoff umwandelt werden. Dieser könnte langfristig gespeichert werden.

Für die neue, münsterlandweite Studie in Abstimmung mit den Kreisen Borken, Warendorf und Steinfurt und mit der Stadt Münster sollen beim Kreis Coesfeld bis zu 35 000 Euro in den Haushalt 2021 gestellt werden. Neben der münsterlandweiten Suche nach geeigneten Standorten soll die Studie auch Modelle zur auskömmlichen Betreibung solcher Anlagen aufzeigen. Insbesondere sollte die Bewertung der Anlagen nicht nur nach wirtschaftlichen, sondern auch nach strategischen, das ganze Münsterland betreffenden Kriterien erfolgen: Mit dem Ziel der Entwicklung einer münsterlandweiten Infrastruktur für Wasserstoff und Biomethan, heißt es in dem Antrag der CDU.

Von der Studie verspricht sich der Kreis eine münsterlandweite möglichst einheitliche Datengrundlage, angelehnt an die bereits durchgeführte Grundlagenstudie im Kreis Steinfurt (www.hymat-energie.de). Damit könnten potenzielle Standorte für eine grüne Wasserstofferzeugung im Kreis Coesfeld dargestellt werden.

Das Interesse an den Ergebnissen sei groß, sagte Wenning. „Ich habe bereits Anfragen von Windparkbetreibern in Coesfeld“, berichtete er.

Nutzbar wäre die Energie auch für Wasserstoff-Busse oder Lkw. Im Mobilitätsausschuss stimmten die Mitglieder einhellig nach einer CDU-Anfrage, dass alternative Antriebe im Busverkehr mit RVM und den Gesellschaftern geprüft werden sollen. Anders als etwa im Stadtverkehr stellt sich die Nutzung von E-Bussen mit dem Stand der jetzigen Batterie-Technik als schwierig im Kreis Coesfeld dar. Die Reichweite der Batterien ist bei den Strecken, die zurückgelegt werden müssen, noch zu niedrig.

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