Ein über 20 Jahre alter Vers von Künstler Frantz Wittkamp entwickelt sich in der Pandemie zum Mutmacher
Kleines Gedicht wird zum Renner

Kreis Coesfeld. Eine optimistische Botschaft in diesen Tagen? Frantz Wittkamp hat sie – auch wenn sie schon über 20 Jahre alt ist. Ein kleines Gedicht ist gerade der Renner – ein echter Mutmacher. Der Lüdinghauser Künstler und Dichter hat in seinem Leben schon über 1000 Gedichte veröffentlicht. Doch dieses trifft derzeit den Nerv der Zeit:

Samstag, 27.02.2021, 08:00 Uhr
Ein über 20 Jahre alter Vers von Künstler Frantz Wittkamp entwickelt sich in der Pandemie zum Mutmacher: Kleines Gedicht wird zum Renner
Schon über 20 Jahre alt ist das Gedicht – „ich glaube, ich habe es für meine Frau geschrieben“, sagt Frantz Wittkamp. Jetzt ist es ein Renner. Foto: az

„Wir wollen zuversichtlich sein. Dann muss die Angst verschwinden. Und alle Berge werden klein und leicht zu überwinden.“

Zahlreiche Bestellungen gehen derzeit online in der Galerie von Frantz Wittkamp und Annette Wittkamp-Fröhling ein. Alle wollen genau dieses Gedicht als Postkarte haben. Ganze Sammelbestellungen gehen ein – beispielsweise von Buchhändlern, die in diesen für sie so schweren Zeiten gleich eine Karte mitgeben, wenn ein Buch geordert wird. „Das macht mich sehr froh“, freut sich Frantz Wittkamp. Auch wenn er viele seiner Gedichte natürlich auswendig kennt und auch die Entstehungsgeschichte meist im Gedächtnis hat, ganz präsent ist ihm der Hintergrund eben dieses Gedichtes nicht. „Ich glaube, ich habe es damals für meine Frau geschrieben“, sagt der 77-jährige Poet. „Sie ist etwas ängstlicher und ich bin optimistischer, da passt es doch gut.“ Kein Wunder also, dass sich Annette Wittkamp-Fröhling genau an diesen Vierzeiler erinnerte, als es mit der Corona-Panmdemie losging. Sie war es dann auch, die anregte, das kleine Gedicht – natürlich handgeschrieben von Frantz Wittkamp – als Postkarte zu produzieren. Seitdem ist sie ein echter Renner. Und das ohne großen Werbeaufwand. „Wer sie bei anderen sieht, will sie auch gerne haben“, so Frantz Wittkamp.

Dabei kann sich der Lüdinghauser über mangelnde Aufmerksamkeit über seine Gedichte wahrlich nicht beklagen. Viele seiner Bücher sind in mehreren Auflagen erschienen, so seine beiden Bücher mit 365 Gedichten zu jedem Tag des Jahres mit den Titeln „alphabetbuch“ und „abakadabra“. Auf dem Markt sind derzeit auch drei Gemeinschaftswerke mit Axel Scheffler, dem Erfinder des Grüffelo. Und seit Jahrzehnten sind Wittkamps Gedichte in zahlreichen Sammelbänden renommierter Verlage zu finden. Besonders originell: Wer die Wittkamps in ihrer Lüdinghauser Galerie persönlich besucht – was derzeit wegen der Corona-Bedingungen leider nicht möglich ist – erhält ein gedrucktes Gedicht aus einem Automaten.

Frantz Wittkamp hat einfach Spaß an Worten und macht daraus Gedichte. Täglich kommen ihm neue Inspirationen, auch dank der derzeitigen Pandemie. Besonders gefällt ihm gerade der Begriff „Corona-Matte“. Mal schauen, was daraus künftig wird und die Leser dann später mit etwas Humor auf eine schwere Zeit zurückblicken. Dank des Lüdinghauser Dichters Frantz Wittkamp.

| www.galerie-wittkamp.de

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