DRK und Kreis Coesfeld warten noch auf Verordnung für Kostenübernahme
Testzentren allerorts in Vorbereitung

Coesfeld. Ab Montag (8. 3.) haben alle Bürger Anspruch darauf, sich einmal pro Woche kostenlos einem Antigen-Schnelltest (POC-Test) auf das Coronavirus zu unterziehen. Um dem Anspruch dieser sogenannten „Bürgertestungen“ von asymptomatischen Personen gerecht zu werden, ist der DRK-Kreisverband in allen Kommunen derzeit mit der Vorbereitung der Testzentren beschäftigt. Allein eine Testverordnung seitens des Landes lag der Kreisverwaltung und dem DRK bis Redaktionsschluss nicht vor, wie Hartmut Levermann von der Pressestelle des Kreises erklärt: „Wir warten noch.“

Samstag, 06.03.2021, 06:21 Uhr
DRK und Kreis Coesfeld warten noch auf Verordnung für Kostenübernahme: Testzentren allerorts in Vorbereitung
Ab Montag (8. 3.) sollen alle Bürger Anspruch auf einen kostenlosen Corona-Schnelltest pro Woche haben. Der DRK-Kreisverband bereitet dazu in allen Orten Testzentren vor. Foto: DRK

„Ohne diese Verordnung kann es sein, dass wir am Montag die Leute vertrösten oder sie diese Kosten selbst zahlen müssen, weil wir ansonsten darauf sitzen bleiben“, hofft DRK-Vorstand Christoph Schlütermann auf ein entsprechendes Schreiben an diesem Wochenende.

Dennoch hat das DRK bereits allerorts mögliche Standorte für die Testzentren ins Auge gefasst, wie Schlütermann berichtet. Die bereits errichteten Testzentren bei den DRK-Ortsvereinen in Dülmen, Dülmen-Buldern und Lüdinghausen sowie beim DRK-Kreisverband in Coesfeld werden weiterhin genutzt. Hier können sich auch Personen aus dem ganzen Kreisgebiet testen lassen, falls in einzelnen Gemeinden ein eigenes Testzentrum direkt am Montag noch nicht in Betrieb genommen werden kann. „Wichtig ist aber, sich vorher online anzumelden, sonst kann es zu Wartezeiten kommen“, betont Schlütermann. Im Laufe der kommenden Woche soll jedoch in allen Orten mindestens ein Testzentrum eingerichtet werden. Finale Entscheidungen stehen zum Teil noch aus. 0 Ascheberg: In Ascheberg und Ascheberg-Herbern sollen sich Bürger bei den Ortsvereinen des DRK testen lassen können. 0 Nordkirchen: Hier hat das DRK die leerstehende Schwanen-Apotheke ins Visier genommen. 0 Nottuln: Die Alte Amtmannei soll als Testzentrum dienen. 0 Olfen: Hier kämen zwei mögliche Standorte in Betracht; einer im Bereich der Rettungswache, der andere in der Turnhalle „Zur Geest“. 0 Rosendahl: Im DRK-Heim in Holtwick soll ein Testzentrum entstehen. 0 Senden: Hier stellt der DRK-Ortsverein seine Räumlichkeiten bereit. 0 Billerbeck/Havixbeck: In den beiden Baumberge-Kommunen stehen abschließende Gespräche und Besichtigungen noch aus.

Eine Lieferung von 25 000 Tests werde bis Wochenbeginn erwartet. Weitere 9 000 lägen noch auf Lager. „Keiner weiß, wie groß die Nachfrage sein wird“, sagt Schlütermann. Für positiv Getestete soll in Dülmen eine zentrale Anlaufstelle für die genaueren PCR-Tests eingerichtet werden.

Insgesamt hält Schlütermann die Antigen-Schnelltests durch geschultes Personal für sinnvoller als die Selbsttests, die ab Montag im Handel erhältlich sein sollen, weil das DRK die Meldung automatisch absetzt. „Die Selbsttests sind zwar auch ein wichtiger Baustein. Aber nur, wenn man sie A richtig durchführt und B anschließend richtig reagiert“, erklärt Schlütermann, der befürchtet, dass nicht wenige Symptomlose ein positives Testergebnis für sich behalten, anstatt umgehend das Gesundheitsamt zu informieren und sich in Quarantäne zu begeben. „Die Volksgesundheit kann von solchen Tests nicht abhängen.“ | www.drk-teststationen.de

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