Mühlenberg Herbern
Gemeinde will Grundstückspreise erhöhen

Ascheberg -

Damit sie später den teurer werdenden Straßenausbau bezahlen kann, will die Gemeinde die Grundstückspreise am Mühlenberg in Herbern erhöhen.

Freitag, 04.07.2014, 09:30 Uhr

Die Wirtschaftsprüferin hat den Zeigefinger gehoben und die Gemeinde Ascheberg gemahnt, für den Endausbau im Baugebiet Mühlenberg am Herberner Ortsrand besser vorzusorgen. Deswegen soll der Haupt- und Finanzausschuss im September die Grundstückspreise nach oben korrigieren. Wo bisher 110 Euro verlangt werden, sollen dann 135 Euro fällig werden. Nötig wird das, um für die späteren Kosten beim Ausbau der Straßen vorzusorgen.

Den Preissprung kündigte Bauamtsleiter Klaus van Roje in der jüngsten Sitzung des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses an. Interessant aus der Sicht möglicher Käufer sind zwei Aspekte: Wer einen Grund benötigt, sich jetzt und nicht erst 2015 für ein Grundstück zu entscheiden, der kommt bei einem 400 Quadratmeter Grundstück auf 10 000 Euro. Wem das zu schnell geht, der hat bis zum 1. Januar die Möglichkeit, bare Münze zu sparen. Denn für die Bauabschnitte eins und zwei wird der neue Preis erst zum 1. Januar 2015 greifen. Die Preise im gerade freigegebenen Bauabschnitt drei steigen hingegen zum 1. Oktober. Die Verwaltung, so van Roje, verspreche sich davon, dass die Lücken in den ersten beiden Bauabschnitten schneller geschlossen werden. Schließlich plant die Gemeinde für das Jahr 2016 den Endausbau, der nur Sinn macht, wenn möglichst viele Häuser stehen und neue Straße nicht vom Baustellenverkehr gleich wieder ramponiert werden. Werden noch freie Grundstücke in den älteren Abschnitten schneller bebaut, wäre es sogar möglich, diese Straßen schon vorzeitig 2015 fertigzustellen.

Der Kinderrabatt von fünf Euro pro minderjähriges Kind bleibt bestehen.

Dem Wunsch einiger Anlieger, einen Spielplatz in einen Bolzplatz umzuwandeln, wird die Gemeinde nicht folgen. Bolzplätze seien in hohem Maße konfliktträchtig. Denn diese Plätze seien nach den Vorgaben des Immissionsschutzes keine Spielplätze und der von ihnen ausgehende Lärm kein „Soziallärm“, den Anwohner nach dem Gesetz hinzunehmen haben. Zudem sei die Fläche zu klein.

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