Ratsmitglieder verabschiedet
Der Demokratie ein Gesicht gegeben

Ascheberg -

Vom Kurzzeit-Ehrenamtler bis zum Rats-Dino – Bürgermeister Dr. Bert Risthaus verabschiedete am Donnerstag zwölf Männer und drei Frauen aus dem Ascheberger Gemeinderat.

Freitag, 04.07.2014, 20:48 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 04.07.2014, 20:48 Uhr

Vom Kurzzeit-Ehrenamtler bis zum Rats-Dino – Bürgermeister Dr. Bert Risthaus verabschiedete am Donnerstag zwölf Männer und drei Frauen aus dem Ascheberger Gemeinderat. Das Dankeschön dafür, dass „Sie der Demokratie ein Gesicht gegeben haben“, richtete sich an Ratsmitglieder, die während der vergangenen Legislaturperiode und mit der Wahl vom 25. Mai ausgeschieden waren.

Entscheidungen, die den Bürger unmittelbar beträfen seien nicht im Vorbeigehen zu fällen. Sie seien von vielen Faktoren abhängig, Es müssten für die Zukunft der Gemeinde Kompromisse gefunden werden. Den Familienangehörigen sagte Dr. Risthaus: „Danke, dass sie das Ehrenamt mitgetragen und ertragen haben.“ Dr. Risthaus verabschiedete anschließend jedes Ratsmitglied mit persönlichen Worten (siehe Daten und Tugenden).

Mehrheitlich sind die Männer und Frauen freiwillig ausgeschieden. Das gilt nicht für die FDP-Vertreter, denn die Wähler gewährten den Liberalen nur einen Sitz. Dieser Stachel sitzt beim Ortsvorsitzenden Peter Leyers noch tief: „Die Grünen springen spät auf den Zug auf, ohne Programm und in wenigen Wahlbezirken, bekommen aber wie wir einen Sitz. Kommt es denn gar nicht mehr auf die Kandidaten vor Ort an.“ Leyers räumte in seinen Abschiedsworten einen Irrtum ein: „Ich habe gedacht oha, Risthaus, das kann nichts werden. Den Eindruck musste ist schnell revidieren.“ Mit dem Lob für den ersten Bürger verband er den Dank, „dass sie den fraktionslosen Ratsmitgliedern die Hand gereicht haben“.

In ihren kurzen Beiträgen erinnerten die nun Ehemaligen an Sternstunden zurück. Harald Kastner ( SPD ) unterschied: „Der schönste Tag war der Wechsel vom Hauptgemeindebeamten zum unabhängigen Bürgermeister. Das wichtigste Ereignis war aber die Einrichtung der Profilschule. Dafür haben wir Sozialdemokraten lange kämpfen müssen.“ Hans-Werner Schlottbohm (UWG) fand die „ersten fünf Jahre mit einer Stimme Mehrheit für UWG, SPD und FDP am spannendsten. Der größte Erfolg war die Profilschule, die wir gemeinsam durchgesetzt haben.“ Für Anne-Marie Bickenbach (UWG) war wichtig, dass „wir den Kreisverkehr in Davensberg verhindert haben. Ein Wirt ist mir noch heute dankbar.“ Winfried Meyer-Laucke (UWG) stellte heraus: „Meckern reicht nicht, man sollte etwas tun. Ich war vor 20 Jahren nicht gerade erfreut über die Gemeindepolitik und bin eingestiegen.“ Paul Schulze Frenking (CDU) vergaß auch zum Abschied nicht, die Kollegen zu ermahnen: „Vergesst den Außenbereich nicht.“

Manfred Hillermann (SPD) ließ die Festakt-Gäste, die musikalisch von Musikschülern unterhalten wurden, schmunzeln: „Als ich 1969 angefangen habe, da hieß es, ich müsse rechtzeitig einen guten Nachfolger suchen. Das ist für einen Sozialdemokraten in Davensberg nicht so einfach, jetzt ist er mit Johannes Waldmann da.

Alle ausscheidenden Mitglieder erhielten eine Blume mit einem Papierröllchen. „Wir speisen sie nicht mit einer Blume ab, auf dem Papier stehen Essensgutscheine, die in jedem Lokal in der Gemeinde einzulösen sind“, erklärte Bürgermeister Dr. Risthaus.

Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/2582432?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F947630%2F947662%2F947664%2F
Nachrichten-Ticker