SPD auf dem Hof Silkenbömer
Vom Plenarsaal in den Schweinestall

Ascheberg -

Ferkel- und Maststall statt Plenarsaal: Der Bundestagsabgeordnete Ulrich Hampel informierte sich mit Generalsekretär André Stinka und dem SPD-Ortsverein Ascheberg auf dem Hof Silkenbömer über die Landwirtschaft.

Samstag, 12.07.2014, 12:00 Uhr
Veröffentlicht: Samstag, 12.07.2014, 12:00 Uhr

„Groko in grün“ oder „Vom Plenarsaal des Bundestages in den westfälischen Schweinestall“: Ein Etappenziel der Sommerradtour des SPD-Ortsvereins Ascheberg mit dem Bundestagsabgeordneten Ulrich Hampel und NRW-Generalsekretär André Stinka war der Hof Silkenbömer in der Osterbauer. Dort, wo CDU-Ratsherr Franz Silkenbömer mit Sohn Georg Schweine züchtet und mästet, schlüpften alle Radfahrer in grüne Overalls, um sich direkt an der Quelle über die Arbeit auf einem Bauernhof zu informieren.

Georg Silkenbömer, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Ortsvereins Ascheberg, sein Herberner Kollege Gerhard Reimann und Mechthild Lohmann von den Ascheberger Landfrauen informierten die Besucher über das Geschehen in den Ställen. Der erklärte Wille der Landwirtschaft, die eigene Arbeit öffentlicher zu machen und so um Verständnis zu werben, kam der Wunsch der SPD entgegen. „Wir wollen das Thema Landwirtschaft stärker beackern“, erklärte Ortsvereinsvorsitzender Johannes Waldmann den zweiten Besuch der Genossen bei Landwirten und ergänzte: „Wir wollen einen ständigen Austausch mit den Betrieben vor Ort, um die Bedürfnisse der Landwirtschaft auch auf Landes- und Bundesebene vertreten zu können.“

Bei einem Rundgang durch die Ställe wurde der Weg eines Ferkels von der Rausche der Mutter bis zum Verkauf als Mastschwein nachgezeichnet. Die Gäste erfuhren beispielsweise, dass männliche Ferkel bei den Silkenbömers nicht unbedingt kastriert werden, sondern die nicht unproblematische Ebermast unter dem Dach zu Hause ist. Diskutiert wurde auch über das Kupieren der Schwänze, wo Lösungen gesucht werden.

„Die SPD führt den Dialog mit der heimischen Landwirtschaft ohne Ideologie. Wir spielen konventionelle und ökologische Landwirtschaft nicht gegeneinander aus und wollen dabei helfen, dass die Betriebe auch in der Zukunft bestehen können“, positionierte André Stinka sich. „Deshalb ist der direkte Kontakt so wichtig. Wir müssen uns gemeinsam überlegen, wie sich unser Kreis zukünftig entwickeln soll und dabei kommt der Landwirtschaft eine besondere Stellung zu.“

Das Thema ließ die Genossen auch beim gemütlichen Abschluss nicht los – nicht nur, weil bei die Schweine bei den Grillwürstchen eine Rolle spielten.

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