Durchwachsener Besuch bei der Herberner Kirmes:
Reichlich Platz für mehr Gäste

Herbern -

Trotz des besonderen Ambientes und des schönen Wetters am Samstag kamen nicht so viele Besucher zur Herbern Kirmes wie erhofft. Gegenüber dem Vorjahr fehlt die Schießbude, das Fahrangebot für Kinder war ebenfalls schon attraktiver.

Sonntag, 13.07.2014, 15:45 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 13.07.2014, 15:45 Uhr

Ein wunderschöner Sommerabend, 23 Grad, die Sonne blinzelt durch Palmen – das Ambiente auf dem Herberner Amtsplatz bringt eine besondere Note in die Herberner Kirmes. „Schön hier“, sagt Schützenkönig Lutz Billermann. Die Tische sind zwar weitgehend besetzt, unter dem Fallschirm ist aber noch reichlich Platz für mehr Gäste.

Die Herberner und ihre Kirmes – wenige Monate nach dem klaren Votum für den Erhalt des Minifestes auf der Talstraße hat sich nichts geändert. Für die, die da sind, rätselt nicht nur Bernd Löcke vor der Raupe: „Bei so einem Wetter müssten doch mehr Leute kommen.“ Zwischen der karibischen Bar und diesem Fahrgeschäft drehen im Autoscooter zwei Jugendliche einsame Runden. Nachmittags herrschte hier noch Karambolage-Gefahr. Nach 20 Uhr ist es bei den Mini-Autos fast so ruhig wie auf den echten Straßen, wenn Deutschland am Fernsehen spielt.

Unter die Gäste aus dem Dorf mischen sich zahlreiche Ascheberger. „Wir kommen wegen des Backfisches“, steuern die Mehrings den Wagen von Schulze Wenning an. Hier bilden sich zwischendurch Schlangen, sind im rückwärtigen Teil die Tische besetzt. Nachmittags sind auch Ascheberger mit kleineren Kindern da, die während der größten Dorfkirmes des Münsterlandes in zwei Wochen in Urlaub sind, und ihrem Nachwuchs hier Fahrten im Autoscooter oder der Raupe ermöglichen. „Hier ist es ruhiger, da können sie allein eine Runde drehen“, erzählt ein Vater mit Blick auf seine Töchter vor dem Scooter.

Etwas kleinere Kinder nutzen begeistert die Wasserbälle. Die Kleinsten müssen mit einem kleinen Dschungelbahn-Ersatz vorlieb nehmen. Hier sehen die Gäste, dass die Herberner Kirmes auch das ist: Der vierjährige Tom sitzt stolz am Lenker des Feuerwehrautos. Er strahlt übers ganze Gesicht. Tom ist begeistert, Oma und Opa sind mit ihm glücklich, spendieren nach der ersten Runde gerne Chips für zwei, drei weitere Fahrten. Die Eltern müssen später Tränen trocknen, als die Premierenfahrt vorbei ist. Tom wird die Herberner Kirmes so schnell nicht vergessen.

Die Gemeinde Ascheberg hat im November angekündigt, die Kirmes mit den Schaustellern aufwerten zu wollen. Gegenüber dem Vorjahr fehlt die Schießbude, das Fahrangebot für Kinder war ebenfalls schon attraktiver. Die Plakate waren gerade einmal eine Woche vorher zu sehen.

Nach Wolkenbruch und Donnerwetter zum Start am Freitag berichten Gäste von einem gut besuchten Freitagabend. Am Samstag dominiert die Einschätzung „Wie immer.“ Am Tag als Deutschland im Finale stand, ist es dann vorbei mit dem allerbesten Kirmeswetter.

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