Jennifer Teege
„Amon - Mein Großvater hätte mich erschossen“

Ascheberg -

Wie geht man damit um, wenn sich das Leben komplett verändert und nichts mehr so ist, wie es war?

Montag, 21.07.2014, 16:08 Uhr

Wie geht man damit um, wenn sich das Leben komplett verändert und nichts mehr so ist, wie es war? Gemeingültige Antworten darauf hat Jennifer Teege auch nicht. Aber sie kann eindrucksvoll berichten, wie es ist, wenn das Selbstverständnis auf einen Schlag komplett erschüttert wird. Im September wird die Erfolgsautorin auf Einladung des Kunst- und Kulturvereins „ Kukaduh “ im Bürgerforum zu Gast sein und aus ihrem Buch „ Amon - Mein Großvater hätte mich erschossen“ lesen.

Mit 38 Jahren erfährt Jennifer Teege durch Zufall, wer sie ist. In einer Bibliothek findet sie ein Buch über ihre Mutter und ihren Großvater Amon Göth. Millionen Menschen kennen Göths Geschichte. In Steven Spielbergs Film «Schindlers Liste» ist der brutale KZ-Kommandant der Saufkumpan und Gegenspieler des Judenretters Oskar Schindler. Göth war verantwortlich für den Tod tausender Menschen und wurde 1946 gehängt. Seine Lebensgefährtin Ruth Irene, Jennifer Teeges geliebte Großmutter, begeht 1983 Selbstmord.

Jennifer Teege ist die Tochter einer Deutschen und eines Nigerianers. Sie wurde bei Adoptiveltern groß und hat danach in Israel studiert. Jetzt ist sie mit einem Familiengeheimnis konfrontiert, das sie nicht mehr ruhen lässt. Wie kann sie ihren jüdischen Freunden noch unter die Augen treten? Und was soll sie ihren eigenen Kindern erzählen? Jennifer Teege beschäftigt sich intensiv mit der Vergangenheit. Sie trifft ihre Mutter wieder, die sie viele Jahre nicht gesehen hat. Gemeinsam mit der Journalistin Nikola Sellmair recherchiert sie ihre Familiengeschichte, sucht die Orte der Vergangenheit noch einmal auf, reist nach Polen und Israel. Schritt für Schritt wird aus dem Schock über die Abgründe der eigenen Familie die Geschichte einer Befreiung.

► Jennifer Teege wird am 12. September (Freitag) um 20 Uhr (Einlass 19 Uhr) im Bürgerforum aus ihrem Buch „Amon - Mein Großvater hätte mich erschossen“ lesen. Eintrittskarten sind unter kukaduh@web.de erhältlich oder bei der Italienischen Nacht am 8. August (Freitag) am Stand des „Kukaduh“. Eventuelle Restkarten für die Lesung gibt es ab dem 22. August (Freitag) bei Bücher Schwalbe und Ascheberg Marketing sowie in Herbern bei Schreibwaren Angelkort und in Davensberg im Lebensmittelgeschäft Elbers.

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