Kinder aus Weißrussland fahren wieder nach Hause
Viele Erinnerungen im Gepäck

Havixbeck -

Dreieinhalb schöne und spannende Wochen liegen hinter Lisa, Arina, Egor und Anton.

Donnerstag, 03.07.2014, 17:36 Uhr

Dreieinhalb schöne und spannende Wochen liegen hinter Lisa, Arina, Egor und Anton. Zum ersten Mal waren die Kinder aus der weißrussischen Stadt Dzerginsk auf Einladung der Tschernobyl-Hilfe Fliss e.V. zu Gast in Havixbeck . Es hat ihnen sehr gut gefallen, und sie würden gerne im kommenden Jahr wieder einen Teil ihrer insgesamt drei Monate dauernden Sommerferien in der Baumberge-Gemeinde verbringen.

Insgesamt 15 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen zehn und 21 Jahren nahmen an dem Erholungsaufenthalt teil. Untergebracht waren sie oft zu zweit in acht Gastfamilien. Am heutigen Freitag macht sich die Gruppe mit einem Bus auf die lange Rückreise in ihre Heimat. Die elf Mädchen und vier Jungen leben in einer Region in Weißrussland, die bei der Atomreaktorkatastrophe von Tschernobyl im Jahr 1986 stark verstrahlt worden ist. Negative Auswirkungen gibt es bis heute.

Besichtigungen, Ausflüge, Unternehmungen in der Gruppe oder mit den Gastfamilien – ein abwechslungsreiches Programm hatte die Tschernobyl-Hilfe mit Unterstützung örtlicher Vereine einmal mehr auf die Beine gestellt.

Gefragt nach dem, was ihnen am besten gefallen hat, kamen den vier „Neuen“ sofort der Besuch des Movie-Parks in Bottrop und der Bowling-Nachmittag in den Sinn. Auch die Schlossführung auf Haus Havixbeck und das Picasso-Museum Münster hinterließen bleibende Eindrücke.

Für Arina war der Besuch des Zoos in Münster gemeinsam mit ihrer Gastfamilie das Beste. Dort konnte sie selbst einen Elefanten füttern. Egor und Anton hatten mit ihrer Gastfamilie Spaß auf dem Ketteler Hof in Haltern am See.

Morgens war das Evangelische Jugendzentrum (EVA) die Anlaufstelle für die Kinder aus Weißrussland. Dort nutzten sie die Spiel- und Freizeitangebote. Die Möglichkeit, im Internet zu surfen, wurde gerade von den Älteren gerne angenommen.

Die Gemeinde Havixbeck ermöglichte das Mittagessen in der Mensa der Anne-Frank-Gesamtschule. Ohne großen bürokratischen Auf-wand behandelte Zahnarzt Dr. Frank Potthast mehrere Jungen und Mädchen.

„Wir haben ganz tolle Gasteltern, die mit viel Engagement dabei sind”, freut sich die Vorsitzende der Tschernobyl-Hilfe Fliss, Konny Richter. „Das kann ich nur bestätigen”, ergänzte Dolmetscherin Elena Krilestenko . Ebenso wie Tatjana Schuka reist sie schon seit vielen Jahren als Betreuerin mit Kindern nach Havixbeck.

Die Kinder und die Betreuerinnen sind der Tschernobyl-Hilfe Fliss, den Gastfamilien und allen anderen Unterstützern sehr dankbar für die Zeit in Havixbeck und auch die weitere Hilfe zum Beispiel durch Kleiderspenden. „Wir fühlen uns hier so wohl wie in unseren eigenen Familien. Es ist eine sehr schöne Zeit, auch für uns Erwachsene”, schaute Elena Krilestenko auf die dreieinhalb Wochen in den Baumbergen zurück.

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