Manfred Wasserka baute Modell des Havixbecker Freibads
Filigran bis ins letzte Detail

Havixbeck -

Manfred Wasserka baute das komplette Havixbecker Freibad in Miniatur nach. Alle Farben und Formen, die dort vorhanden sind, hat der Modellbauer übernommen und zurechtgeschnitten.

Samstag, 05.07.2014, 06:07 Uhr

Es sollte nur das neue DLRG-Gebäude werden, welches Manfred Wasserka sich als Objekt für einen Modellbau ausgeguckt hatte. Nachdem er das Haus schnell fertig gebastelt hatte, nahm er sich den neuen Eingangsbereich des Havixbecker Freibads vor. Auch dies reichte ihm noch nicht. Und so baute er von Januar bis Mai diesen Jahres das komplette Freibad in Miniatur nach. „Der Maßstab 1:50 ist für den Modellbau zwar nicht üblich, aber ich musste dann so weitermachen, wie ich begonnen hatte“, berichtet Manfred Wasserka im Gespräch mit den WN.

Als Bauzeichner ist der Havixbecker genaues und präzises Arbeiten seit Jahrzehnten gewohnt. Dies sieht der Betrachter sofort, wenn er vor dem drei Meter langen Objekt steht. Alle Farben und Formen, die im Freibad vorhanden sind, hat Modellbauer Wasserka genauso übernommen und zurechtgeschnitten. Das gilt für die Treppe am Sprungturm, für das vergrößerte Schwimmmeisterhaus ebenso wie für alle Bodenbeläge. Holz, Kunststoffe und verschiedene Filze mit Aufdrucken hat er verarbeitet.

„Die Bäume, Sträucher und Badegäste habe ich bestellt und hierbei auch auf die Größenordnungen geachtet. Alles passt, alles stimmt“, freut sich Manfred Wasserka, der nicht als bekennender DLRG-Vertreter das Modell gebaut hat, sondern als Privatmann mit Liebe zum Detail.

Begonnen hat er mit dem Modell im Keller seines Hauses. Schnell wurde es ihm dort unten zu eng. Auch seine Frau Eva konnte nicht mehr an alle Schubladen. „Ich zog vom Keller in unser Gartenhaus, wo ich weitergebaut habe bis zur Fertigstellung“, erzählte der Modellbauer. Wer so intensiv über die verschiedenen Formen und Farben nachdenke, bekomme den Kopf schnell wieder frei, hat Wasserka festgestellt.

Dass er es sich nicht ganz einfach dabei gemacht hat, sieht der Betrachter an Feinheiten wie den winzigen Haltestangen unterhalb des Starterblocks. Selbst die Fahrradständer auf dem Vorplatz unterscheiden sich nicht vom Original und sind bei dem Maßstab gut zu erkennen.

Viele Badegäste sind im Modell unterwegs zu den verschiedenen Becken und Umkleidegebäuden. „Die Schwimmer, die kopfüber ins Wasser eintauchen, gab es nicht kopflos, da habe ich dann nachgeholfen“, erklärt Manfred Wasserka die kleinen Kniffe am Rande.

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Wer sich das Modell anschauen möchte, kann dies gerne machen. Ein Anruf unter ✆ 7095 bei Manfred Wasserka genügt, um einen Termin abzusprechen. Vielleicht ergibt sich noch die Gelegenheit und eine größere Ausstellungsfläche steht im Ortskern zur Verfügung, wo das Freibad-Modell von allen Seiten gut anzuschauen wäre. Sehenswert ist das Freibad im Original und im Modell.

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