Vierter Stern ging für Dr. Martin Schmitz über der Copacabana auf
Ein unvergesslicher Abend

Havixbeck/Rio de Janeiro -

Am vergangenen Donnerstag war er noch in Havixbeck bei seiner Familie, drei Tage später wieder in Rio de Janeiro. Dr. Martin Schmitz schildert seine Erlebnisse zum dramatischen 1:0-Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen Argentinien im Finale der Fußball-WM in Brasilien.

Dienstag, 15.07.2014, 16:44 Uhr

Am vergangenen Donnerstag war er noch in Havixbeck bei seiner Familie, drei Tage später wieder in Rio de Janeiro. Dr. Martin Schmitz schildert seine Erlebnisse zum dramatischen 1:0-Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen Argentinien im Finale der Fußball-WM in Brasilien :

„‚Ciade Maravilhosa“, die wunderbare Stadt, so nennen Brasilianer Rio de Janeiro. Und wunderbar war es auch, was sich aus deutscher Sicht am Sonntag im Maracana-Stadion ereignet hat.

Ich wohne seit 15 Jahren in Sao Paulo und konnte mir den Besuch in Rio, etwa 450 Kilometer entfernt, nicht nehmen lassen. Bei Schwarzmarktpreisen von 3000 bis 5000 Euro war mir ein Stadionbesuch leider nicht möglich, Rio hatte allerdings, dem Berliner Vorbild der WM 2006 folgend, eine Fanmeile organisiert. Diese wurde allerdings hauptsächlich von den circa 70 000 argentinischen Fans besucht, die zum großen Teil an der Copacabana campierten. Daher zog ich es vor, auf einem Fanfest das Finale zu verfolgen, welches vom deutschen Konsulat in Rio organisiert wurde und auf dem sich dann etwa 1500 deutsche Schlachtenbummler einfanden.

Wir alle sahen ein dramatisches Spiel und konnten uns der Unterstützung durch die Brasilianer sicher sein, die eine enge Hassliebe zu dem argentinischen Nachbarn verbindet. Auch waren die Brasilianer trotz des historischen 7:1-Sieges der deutschen Mannschaft gegen ihre eigene „Selecao“ sehr vom Verhalten der deutschen Mannschaft beeindruckt, auch außerhalb des Platzes. So wurden unter anderem die Stiftung des Fußballplatzes der deutschen Unterkunft in Bahia, eines Krankenwagens und einer Geldspende an die örtliche Indianergemeinde lobend zur Kenntnis genommen. Immer wieder wurde in den vergangenen Tagen die deutsche Freundlichkeit, Disziplin und Entschlossenheit gelobt.

Insgesamt habe ich einen unvergesslichen Abend erlebt, fern meiner Familie, aber im Kreis vieler, auch neuer, Freunde. Es bleibt festzuhalten: „È tetra! (Es sind vier Siege!) und „Obrigado Brasil“ (Vielen Dank Brasilien).“

Zum Thema

Dr. Martin Schmitz lebt seit 15 Jahren in Sao Paulo. Dort arbeitet er für eine japanische Bank. Seine Familie wohnt inzwischen wieder in Havixbeck, sodass er wann immer es sich ergibt zwischen Deutschland und Brasilien pendelt.

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