Schützenfest in Ondrup/Leversum
Thomas Rajski traf mit dem 201. Schuss

Seppenrade -

Nicht ganz zwei Stunden hatte das Vogelschießen am Sonntagnachmittag auf der Festanlage Homann in Leversum gedauert, da war der Nachfolger von Günther Jakob als Schützenkönig der zweiten Kompanie der St.-Johanni-Schützenbruderschaft, Ondrup-Leversum, ermittelt. Mit dem 201. Schuss holte Thomas Rajski die letzten Reste des einstmals bunten Vogels von der Stange und ließ sich natürlich auf den Schultern der Schützen gebührend feiern.

Sonntag, 06.07.2014, 19:00 Uhr

Als Königin wird Carina Jakob an seiner Seite auf dem Thron Platz nehmen. Die neue Regentin ist im übrigen die Tochter von Günther Jakob , der die Ondrup-Leversumer Schützen in den vergangenen vier Jahren regiert hatte. Den neuen Thron werden Marion Hellermann und Annegret Schriewer als Ehrendamen mit besteigen.

Beim Antreten am frühen Nachmittag bot sich den Zaungästen ein imposantes Bild. Alle vier Seppenrader Schützenkompanien waren in großer Stärke zu Ehren der scheidenden Regenten auf dem Festplatz angetreten. Vom Spielmannszug „Klingendes Spiel“ Seppenrade und Fanfarenzug Buldern begleitet zogen die vier Schützenkompanien zunächst durch die Bauerschaft Leversum , um dann auf dem Festplatz den Nachfolger für Günther Jakob zu ermitteln.

Um 14.53 Uhr eröffnete der scheidende König das Vogelschießen. In der Folgezeit hatten es die Schützen zunächst einmal auf die Insignien des Vogels abgesehen. 41 Minuten hatte es gedauert, da sicherte sich Fähnrich Reinhard Buschmann das Zepter, eine Minute später war der Vogel durch Fähnrich Hendrik Hölper auch seines Reichsapfels beraupt. In der Folgezeit schälten sich Peter Grossaadt, Thomas Rajski , Karl-Heinz und Ralf („Tuffa“) Behlert, Reinhard Haschmann und Stefan Hellermann als die ernstesten Anwärter unter der Vogelstange heraus. Vor allem Reinhard Haschmann hatte es auf den Vogel abgesehen. Denn schon zwei Mal wäre er bei den letzten Schützenfesten nach dem finalen Schuss der nächste Schütze gewesen, und einmal hatte er den vorletzten Schuss abgegeben. So gut er auch zielte, auch diesmal hatte er das Nachsehen.

Peter Grossaadt hatte an der Vogelstange ganze Arbeit geleistet als er den Vogel um 16.38 Uhr halbierte, es war nur noch eine Frage der Zeit, bis auch die andere Hälfte von der Stange fallen sollte. Und das war zwei Minuten später der Fall, als Thomas Rajski zum letzten Mal an die Vogelstange trat und dem spannenden Treiben ein treffsicheres Ende bereitete. „Ich bin überwältigt“, konnte der 34-jährige Tischlermeister aus Ondrup sein Glück kaum fassen.

Am Abend wurde im Festzelt noch ausgiebig der Königsball gefeiert. Am Montag endet das Schützenfest mit dem Frühschoppen.

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