Regionale 2016:
Kompetenz auf Vischering bündeln

Lüdinghausen -

Viele Burgbesitzer oder Organisationen, die historische Gebäude bewirtschaften, drücken die gleichen Sorgen. Aus diesem Grunde sollen sie miteinander vernetzt werden. Die „Zentrale“ dieses Netzwerkes soll in der Burg Lüdinghausen eingerichtet werden.

Mittwoch, 16.07.2014, 13:00 Uhr

Wer die Botschaft der Bundesrepublik in Dakar (Senegal) besucht, dem springt ein überdimensionales Bild der Burg Vischering ins Auge. Das historische Bauwerk ist ein typisches Beispiel einer romantischen Wasserburg. Kein Wunder, dass auch mit dieser Burg das „touristische Profil der Region“ gestärkt werden soll, wie es Uta Schneider , Geschäftsführerin Regionale 2016, aus Anlass des Besuchs von Landeswirtschaftsminister Garrelt Duin erläuterte (die WN berichteten). Wie immer sich auch die Regionale-Projekte rund um die Burg Vischering umsetzen lassen, so scheint eine Entwicklung jedoch schon eingeleitet zu sein: Die Burg Vischering soll ein „Kompetenzzentrum für Burgherren“ werden.

Aktuell läuft eine Befragung unter 30 Besitzern, Betreibern oder Nutzern privater oder öffentlicher Burganlagen. „Welche Erwartungen haben sie an ein solches Netzwerk?“ lautet die Frage. „Wir haben unsere Anfrage an die rund 30 bedeutendsten Burgen und Schlösser entlang der 100-Schlösser-Route gerichtet“, berichtete Simone Thiesing vom Kreis Coesfeld auf Anfrage der Westfälischen Nachrichten . Sie hatte das Konzept, bei dem es sich um einen Baustein des Regionale-Projekts „WasserBurgenWelt“ handelt, beim Minister-Besuch vorgestellt.

Privatleute, die Kirche, Institutionen, aber auch Kommunen sind als Besitzer oder Betreiber der historischen Gebäude im Boot. Sie sollen miteinander vernetzt werden, lautet das Ziel dieses Kompetenzzentrums. Häufig sind es nämlich die gleichen Fragen oder Probleme, die die Burg-Betreiber bewegen. Wirtschaftliche Themen, bauliche Fragen, Denkmalschutz, Fördermittel oder Marketing könnten Themen des Netzwerkes werden, so Simone Thiesing.

Bereits bei einer ersten Gesprächsrunde mit einer kleinen Gruppe von „Burgherren“ sei die Bildung eines Kompetenzzentrums angeregt worden. Danach, so Thiesing weiter, sei man das Thema offensiver angegangen. Auch wenn jetzt schon die Arbeit aufgenommen wird: Die endgültige Entscheidung fällt erst im Herbst, wenn über die Einstufung des Regionale-Projekts und somit auch über mögliche Fördermittel entschieden wird.

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