Hängebauchschweine:
Odyssee beendet: Tiere gehen an Vorbesitzer

Lüdinghausen -

Die beiden Hängebauchschweine, die am Fronleichnamstag in Aldenhövel ausgesetzt wurden, haben eine neue Bleibe gefunden: Der Vorbesitzer, der sie an denjenigen Mann verkaufte, der die Tiere anschließend aussetzte, nimmt sie wieder in Pflege.

Dienstag, 22.07.2014, 22:00 Uhr

Die Odyssee von zwei Hängebauchschweinen, die am Fronleichnamstag von einem Unbekannten ausgesetzt wurden, scheint beendet. Der vorherige Besitzer will die Tiere wieder aufnehmen, erläuterte gestern Aloys Bosman , Sprecher des Kreises Coesfeld, auf Anfrage der Westfälischen Nachrichten . Die Ermittlungen nach dem eigentlichen Täter, dem ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz vorgeworfen wird, sind bisher allerdings im Sande verlaufen.

Wie die Westfälischen Nachrichten berichteten, wurden am Fronleichnamsmorgen die beiden Hängebauchschweine in der „Grenzregion“ zwischen Senden und Lüdinghausen von einem Unbekannten ausgesetzt. Nachbarn in Aldenhövel nahmen sich der beiden Tiere an. Nachdem die Stadt eingeschaltet worden war, wurden sie zur Tierauffangstation nach Nordkirchen gebracht. Mit ihr hat die Stadt einen entsprechenden Vertrag geschlossen.

Da es sich beim Aussetzen von Tieren jedoch um einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz handelt, war der Kreis Coesfeld „im Boot“. Das Veterinäramt nahm sich der Sache an und konnte den Vorbesitzer der beiden Schweinchen ermitteln. Er erklärte sich auch bereit, die beiden Tiere wieder aufzunehmen. Die Vierbeiner haben mittlerweile die Kreisgrenze überschritten. Da sie nämlich in Nordkirchen nicht optimal untergebracht werden konnten, gingen sie auf die Reise nach Unna. Dort sollen sie am Freitag abgeholt und zum neuen ehemaligen Besitzer gebracht werden. Der Kreis hat sich in der Zwischenzeit das dortige Gehege angesehen und hat keine Bedenken gegen die Unterbringung.

Die Frage, an wen der Vorbesitzer die Hängebauchschweine verkauft hat, konnte dieser allerdings nicht beantworten. Er hatte die Tiere übers Internet angeboten und für einen „Anerkennungspreis“ abgegeben. Einen Nachweis oder eine Quittung gab es dafür nicht, berichtete Bosman.

Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/2630962?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F947630%2F947662%2F947674%2F
Nachrichten-Ticker