Seniorenbeirat stellt Antrag, Rialtobrücke barrierefrei zu gestalten
Zu steil für Rollatoren

Lüdinghausen -

Barrierefrei soll die Rialtobrücke über die Stever gestaltet werden. Einen entsprechenden Antrag des Seniorenbeirats Lüdinghausen wird der Bauausschuss am 15. Oktober behandeln. Die Kosten für eine Umgestaltung schätzt die Verwaltung auf 150 000 Euro.

Dienstag, 08.10.2013, 07:00 Uhr

Die Rialtobrücke im Bereich der Straße In der Steverau stellt eine wichtige Verbindung zwischen dem östlichen und westlichen Teil der Stadt dar. Täglich nutzen ihn viele Kinder aus dem Bereich Paterkamp auf ihrem Weg in Richtung der Schulen. Aber auch viele Menschen, die zum Friedhof wollen, überqueren die Brücke in entgegengesetzte Richtung. Und das sind vor allem ältere Lüdinghauser.

Vielen von ihnen ist die Brücke inzwischen zu steil. Vor allem für Menschen, die auf einen Rollator oder gar einen Rollstuhl angewiesen sind, ist die Rialtobrücke zu einem fast unüberwindlichen Hindernis geworden. Der Seniorenbeirat der Stadt hat daher einen Antrag an die Verwaltung gestellt, in diesem Bereich Abhilfe zu schaffen. Das Bauwerk mit einer Fahrbahnbreite von zwei Metern soll in einen barrierefreien Zustand gebracht werden.

Das heißt, Steigung und Gefälle – derzeit betragen sie bis zu 7,1 Prozent – sollen auf maximal sechs Prozent reduziert werden. Und das, so der zuständige Fachbereichsleiter Björn Herrmann sei gar nicht so einfach. Die Brücke als solche ist technisch in einwandfreiem Zustand. Das habe die Überprüfung durch einen Gutachter im vergangenen Jahr ergeben, so Herrmann. Sollte ein Abriss mit nachfolgendem Neubau erwogen werden, der den Erfordernissen der Barrierefreiheit entspricht, kämen Belastungen auf das Stadtsäckel von etwa 500 000 Euro zu, ergaben erste Kostenschätzungen.

Die Alternative sei, die Brücke behindertengerecht umzugestalten, indem etwa auf jeder der beiden Brückenseiten ein Zwischenpodest eingezogen wird. Das bedeute aber im Sockelbereich, dass die angrenzenden Wege großflächig an das Niveau der Brücke anzugleichen seien. Zudem müssten die vorhandenen Kappen abgebrochen und erneuert werden und die Brücke ein neues Geländer erhalten. Nach ersten Schätzungen der Verwaltung beliefen sich diese Kosten auf etwa 150 000 Euro. Sollten aus statischen Gründen zusätzliche Arbeiten nötig sein, würde diese gesondert zu Buche schlagen, so Björn Herrmann. Die Entscheidung über die Durchführung einer solchen Maßnahme liege aber bei der Politik.

Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/1962263?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F947630%2F947662%2F947674%2F
Nachrichten-Ticker