Gymnasium Nottuln erfolgreich
Es hat sich doch gelohnt

Nottuln -

Zu dem alljährlich stattfindenden Schülerwettbewerb „freestyle physics“ an der Universität Duisburg-Essen hatten sich diesmal insgesamt rund 2700 Schüler aus Nordrhein-Westfalen angemeldet. Das Gymnasium Nottuln war mit 71 Schülern vertreten.

Donnerstag, 03.07.2014, 08:00 Uhr

Zu diesem Wettbewerb hatten die Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 13 ab März/April die Gelegenheit, anspruchsvolle Aufgaben mit physikalischem Hintergrund allein oder in Gruppen zu bearbeiten und deren Ergebnisse gemeinsam in der Uni Duisburg-Essen zu präsentieren. „Bei der Lösung der Aufgaben kommt es vor allem auf Kreativität und Originalität, physikalischen Pfiff, Funktionsfähigkeit und Robustheit an, weniger auf Schönheit“, berichtet Lehrerin Mechthild Wegener-Ewert . Die Nottulner Schüler haben sich folgenden drei Aufgaben gestellt:

Zwölf Gruppen haben sich jeweils mit dem Bau eines „Pappkatapultes“ beschäftigt und funktionsfähige, unterschiedliche Gebilde entwickelt, die einen Tisch-Tennisball so weit wie möglich katapultieren sollten. Am ersten Finaltag hat sich eine der Gruppen des Gymnasiums Nottuln mit 3,10 Meter Wurfweite auf einen respektablen vier Platz katapultiert. Da sich für diese Aufgabe insgesamt 180 Gruppen angemeldet hatten, ist das ein tolles Ergebnis, freut sich das Gymnasium.

Die „Mausfallenboote“ wollten allerdings am folgenden Tag ihre „1-Meter-Bahn“ zum Leidwesen ihrer Konstrukteure nicht so recht in Rekordzeit durchpaddeln. Zu dieser Aufgabe waren 445 Schüler in 158 Gruppen aus ganz NRW angetreten.

„Last but not least“ konnten die Schülerinnen und Schüler aus dem Technik-Kurs des Gymnasiums am dritten Finaltag das Siegertreppchen erklimmen. Die Aufgabe, einen „Digitalen Rechner“ zu bauen, hat der Technik-Kurs im Unterricht gemeinsam mit seiner Lehrerin Mechthild Wegener-Ewert in Angriff genommen und mit einer Konstruktion aus Holz umgesetzt. 16 Schüler haben in Vierer-Gruppen quasi eine Serienfertigung „Binärer Additionsmaschinen“ entwickelt. Es musste gesägt, gebohrt und gefeilt werden, wobei es auf äußerste Präzision ankam, damit der funktionelle Ablauf sichergestellt werden konnte. Belohnt wurde die Arbeit der Schüler mit einem zweiten Platz und einem Einkaufsgutschein über 200 Euro.

Das Resümee der Schüler: „Es hat sich doch gelohnt!“ Denn an einigen zusätzlichen Nachmittagen musste noch intensiv an dem Zusammenspiel der Bauteile gefeilt werden, damit der zuverlässige und wiederholbare Ablauf der Rechenleistung der Rechner gewährleistet werden konnte.

Auch für alle anderen Schüler waren es anstrengende, aber auch gewinnbringende Tage. Mit einem Rahmenprogramm aus interessanten Vorträgen und einer Show der „Physikanten“ hat die Universität Duisburg-Essen , unterstützt durch die Mercator-Stiftung, die Zeit bis zur jeweiligen Siegerehrung überbrückt.

Die Fahrtkosten der Nottulner Schüler für Bahn und Bus wurden großzügig zur Hälfte vom Förderverein der Schule übernommen, der wie in den letzten Jahren die Teilnahme an solchen naturwissenschaftlichen Aktivitäten unterstützt.

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