Schulfest am Gymnasium Nottuln
Kluge Lösungen für die Zukunft

Nottuln -

„Wie wollen wir in Zukunft leben?“ hatten sich die Schülerinnen und Schüler des Nottulner Gymnasiums als Motto für ihre Projekttage gewählt. Die Antworten der insgesamt 29 Projektgruppen nach nur drei Tagen waren innovativ, fantasievoll, witzig – auf jeden Fall nachhaltig.

Dienstag, 08.07.2014, 11:47 Uhr

Davon konnten sich die zahlreichen Besucher ein Bild machen, die am Donnerstagnachmittag zum Schulfest des Gymnasiums gekommen waren.

Was auf den ersten Blick wie ein farbenprächtiger Trödelmarkt erschien, erwies sich bei genauerer Betrachtung als Präsentation kluger Lösungsansätze für viele Alltagsfragen. So boten die Befürworter vegetarischer Genüsse appetitliches Fingerfood aus „garantiert ökologischem Anbau“, die Veganer gar „erschreckend gesund“ aussehende Brötchen. Allerdings: Die meisten Hungrigen trafen am Grillwurst- und Zuckerwatte-Stand aufeinander.

Enormes Interesse herrschte am Stand der „Up-Cycliner“. Hier war besonders viel Fantasie gefragt, um aus alten, abgetragenen Stramplern zum Beispiel, nette, kleine Umhängetaschen zu nähen. Und ein kleines, grünes Elektroauto kam im Laufe des Nachmittags gar nicht mehr zum Stillstand.

Geradezu futuristisch wirkte das viel bestaunte Kunstwerk „Vernetzung“. Auf großes Interesse stießen auch der Bücher-Tauschschrank und die selbst hergestellte Kosmetik. Und erst recht galt dies für die vielen Angebote an gesunden, selbst gekochten Obst-Marmeladen.

Zwischen Musik und eigens komponierten Liedern rief Schulleiter Holger Siegler die für die Projekttage „hauptverantwortlichen“ Kolleginnen Wiebke Tiessen, Elke Schüler , Sabrina Langenberg, Sina Scherer und Kathrin Stoffel auf die Bühne, die wenig später vom „Politcafé“ besetzt wurde. Denn zum Thema „Wie wollen wir in Zukunft leben“ stellten sich die Studentin Leonie Fink, die Referentin Annika Schlötelburg, der Schüler Aaron Schul und Landespolitiker Dr. Peter Neuhaus den durchaus kritischen Fragen der beiden Moderatorinnen Hannah Zurhove und Kerstin Urban. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse – Bildung von direkten Communitys zwischen Erzeugern und Verbrauchern, Verzicht auf großflächige Monokulturen und Massentierhaltung, Pflege von Gemeinschaftsgärten in dicht besiedelten Gebieten oder die in Nottuln bereits praktizierte „Klimanetz“-Initiative zwischen Gemeinde, Friedensinitiative und Agenda 21 – fasste der Fachmann aus dem Wirtschaftsministerium so zusammen: „Alles richtig. Nur so geht’s. Oben wird viel geredet. Fangen wir deshalb von unten an.“

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