Bischöfliche Liebfrauenschule Nottuln
Engagiert für die Partnerschule

Nottuln -

Als die rund 300 Fünft- bis Siebtklässler der Liebfrauenschule am Donnerstagmorgen bei ihrem Sponsorenlauf zum Mittelweg kamen, ging es nicht weiter. Die Straße war für Bauarbeiten gesperrt.

Freitag, 04.07.2014, 20:56 Uhr

Doch kein Problem: Die Schule reagierte spontan und änderte die Streckenführung. Die Kinder wurden zur Schapdettener Straße weitergeleitet. Auf dem dortigen von der Fahrbahn getrennten Radfußweg entlang liefen sie dann bis zur Straße Auf der Heide und zurück zur Schule. Auch dass die Strecke nicht mehr vier, sondern nun fünf Kilometer lang war, sei kein Problem, sagt Lehrer Michael Nieborg. Denn die Höhe der Spende der Sponsoren für die fleißigen jungen Läufer wird nicht nach Runden, sondern nach gelaufenen Kilometern errechnet.

Zum inzwischen zehnten Mal traten die Schülerinnen und Schüler zum Laufen an. Ziel der Veranstaltung ist die Unterstützung der Partnerschule in Jecua (Mozambique). Außerdem hatte die Schulkonferenz im Vorfeld beschlossen, dass zehn Prozent der Einnahmen für die Trauerhalle in Appelhülsen gespendet werden sollen, erläuterte stellvertretende Schulleiterin Christiane Schabos, die die Veranstaltung gemeinsam mit Michael Nieborg organisierte. Erfreut zeigten sich beide Lehrer darüber, dass sich auch in diesem Jahr wieder einige ehemalige Zehntklässler als Sanitäter und „Wasserspender“ zur Verfügung gestellt hatten.

Doch nicht nur gelaufen wurde. „Für die rund 180 Schülerinnen und Schüler unseres achten und neunten Jahrgang haben wir den Sozialen Tag angesetzt“, erläutert Christiane Schabos. Meist in der Familie oder in der Verwandtschaft arbeiteten die Jugendlichen gegen eine Spende, mähten den Rasen, putzten oder übernahmen andere Tätigkeiten. „Vorgesehen ist, dass die Schüler sechs Schulstunden lang arbeiten. Diese Zeit können sie sich dann über den Tag frei einteilen“, erklärte die stellvertretende Schulleiterin.

Einige Neuntklässler hatten aber auch das Glück, bei den Firmen, in denen sie ihr Praktikum gemacht hatten, die Gelegenheit zu bekommen, noch mal mitzuarbeiten und eine Spende dafür zu bekommen. So auch Eike Janning , der bei Marmor Lenter untergekommen war. Beim Praktikum hatte sich der Schüler verletzt, sodass er dieses nicht weiter wahrnehmen konnte. Jetzt durfte er noch mal ran. „Das macht mir hier wirklich Spaß“, freute er sich. Und Markus Lenter, Chef des heimischen Unternehmens, zeigte sich auch zufrieden. „Das läuft gut mit Eike.“ Sprach´s und fuhr mit dem Schüler zusammen nach Münster, wo die Nottulner Fachleute im Rahmen einer Altbausanierung einen Hauseingang mit Marmor versehen sollten. Dass der junge „Mitarbeiter“ eine namhafte Spende für das Afrika-Projekt der Liebfrauenschule versprochen bekommen hatte, freute Christiane Schabos besonders. Sie hofft, dass möglichst viele Spenden zusammenkommen, denn: „Jeder Cent zählt.“

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