Kommentar
Leidenschaftlicher Einsatz

Wenn Lehrer der Geschwister-scholl-Hauptschule im Nottulner Gewerbegebiet unterwegs sind, zeigen sie nicht ohne Stolz auf dieses und jenes Firmengebäude. „Da arbeitet ein ehemaliger Schüler von mir. Heute ist er der Chef.“

Freitag, 04.07.2014, 20:56 Uhr

Die Nottulner Hauptschule hat 43 Jahre lang viele junge Talente fit fürs Leben gemacht. Die Schulleiter Heinz Bröckerhoff , Ursula Röttger und zuletzt Eva Brockmann haben mit ihrem jeweiligen Team leidenschaftlichen Einsatz gezeigt und dabei das Wohl der ihnen anvertrauten Schülerinnen und Schüler im Blick gehabt. Die Schule hatte und hat einen guten Ruf. Und das völlig gerechtfertigt. Ganztagsangebot und Inklusion sind nur zwei Bereiche von vielen, in denen die Geschwister-Scholl-Schule hier vor Ort eine Vorreiterrolle hatte.

Um im schulpolitischen Strukturwandel bestehen zu können, reicht das aber offensichtlich nicht. Die Schulform Hauptschule ist über viele Jahre auf Landesebene schlecht geredet worden. Eltern haben mit den Füßen abgestimmt und ihre Kinder an anderen Schulen angemeldet, auch in Nottuln .

Die Entscheidung der Mehrheit des Rates, angesichts rückläufiger Schülerzahlen aus dem dreigliedrigen Schulsystem in Nottuln ein zweigliedriges mit Gymnasium und Sekundarschule zu machen, ist nachvollziehbar. Es geht darum, weiterhin alle Schulabschlüsse vor Ort anbieten zu können.

Den Schülern der letzten drei Jahrgänge der Geschwister-Scholl-Schule und den Lehrern ist zu wünschen, dass sie an den neuen Schulen schnell heimisch und dort auch Erfolg haben werden. Ludger Warnke

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