WM-Accessoires am Auto
Der Verursacher haftet

Nottuln -

Am Dienstagabend steht Deutschland im Halbfinale gegen Brasilien. Für viele Fußballfans gehören Fähnchen fürs Dach, Überzieher für die Außenspiegel oder Flaggen-Flossen in Schwarz-Rot-Gold an ihr Auto. Trotzdem sollte jeder Fahrzeugführer hierbei einige Dinge beachten, betont die Polizei.

Sonntag, 13.07.2014, 18:16 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 07.07.2014, 18:11 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 13.07.2014, 18:16 Uhr

Sie gibt folgende Hinweise:

Grundsätzlich ist jede Art von Fußball-Fanartikeln erlaubt, die weder die Sicht des Fahrers noch die anderer Verkehrsteilnehmer behindert. Zudem müssen die Kennzeichen des Fahrzeugs immer lesbar sein. Sitzen beim eigenen Auto die Blinker in den Außenspiegeln, dürfen diese nicht von den beliebten Überziehfahnen verdeckt werden.

Während der Fußballwochen zeigte sich immer wieder folgendes Straßenbild: An den Rändern, in Sträuchern und Bäumen hängt WM-Dekoration, die sich während der Fahrt gelöst hat. Das ist in den meisten Fällen allein ein finanzieller Verlust für den Fahrer. Fliegende Fähnchen oder Magnet-Flossen können aber zum Problem werden, wenn sie andere Autos beschädigen oder deren Fahrern die Sicht nehmen. Im Ernstfall trägt dann der Autofahrer die Verantwortung, von dessen Fahrzeug sich die WM-Dekoration gelöst hat.

„Bei Fahrten mit höherer Geschwindigkeit, zum Beispiel über die Autobahn, empfehlen wir dringend, die in den Seitenscheiben platzierten Plastikhalterungen mit Fähnchen abzunehmen,“ erklärt Christoph Becker, Verkehrssicherheitsberater beim Polizeipräsidium Münster. Auf den Autobahnen des Regierungsbezirks Münster haben Einsatzkräfte in den letzten Wochen bereits Hunderte Fähnchen mit und ohne Halterung vom Standstreifen und der Fahrbahn geräumt.

„Verliert ein vorausfahrendes Fahrzeug ein solches Fähnchen, sollten die nachfolgenden Autofahrer immer mit Bedacht reagieren. „Eine Überreaktion, wie eine Vollbremsung oder plötzliches Ausweichen, kann fatale Folgen haben“, sagt der Verkehrssicherheitsberater.

Für weitere Informationen steht Verkehrssicherheitsberater Christoph Becker (Telefon 02 51/27 5-1522) zur Verfügung.

Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/2589883?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F947630%2F947662%2F947676%2F
Nachrichten-Ticker