Polizei: Drastischer Anstieg der Verkehrsunfälle
Regen und schnelles Fahren vertragen sich nicht

Nottuln/Münsterland -

Die Woche startete mit Dauerregen und schon passierten innerhalb der letzten 24 Stunden doppelt so viel Verkehrsunfälle wie an anderen Tagen.

Sonntag, 13.07.2014, 18:18 Uhr

Allein auf den Autobahnen im Zuständigkeitsbereich der Autobahnpolizei Münster krachte es insgesamt 30 mal. Bei fünf Unfällen wurden drei Personen leicht und zwei schwer verletzt. Im Stadtgebiet Münster beispielsweise musste die Polizei zu 42 Verkehrsunfällen ausrücken.

„In den meisten Fällen stellte sich nicht angepasste Geschwindigkeit bei schlechten Sicht- und Witterungsverhältnissen als Ursache heraus“, berichtet die Polizei.

Wie schnell die Kombination von starkem Regen und zu hoher Geschwindigkeit zu Unfällen führen kann, schildert die Polizei am Beispiel einer 23-jährigen Frau aus Marl, die am Dienstag beim Auffahren auf die Bundesautobahn 2 in der Anschlussstelle Recklinghausen-Süd nach links von der Fahrbahn abkam und verunglückte. „Vermutlich viel zu schnell unterwegs, geriet sie in den Grünstreifen der Auffahrt. Danach schlingerte sie über den Seitenstreifen und den rechten Fahrstreifen der Hauptfahrbahn. Auf dem mittleren Fahrstreifen der Autobahn erfasste ein Lkw den Wagen. Die Frau und ihre Beifahrerin wurden hierbei schwer verletzt“, berichtet die Polizei.

Der anhaltende Niederschlag führt immer wieder dazu, dass sich ein dichter Wasserfilm auf den Fahrbahnen bildet. Auch können die großen Wassermengen nicht ablaufen und es kommt zu plötzlich auftretenden Wasserlachen.

Die Polizei rät deshalb eindringlich: „Ob im Stadtgebiet oder auf den Autobahnen: Jeder sollte die Geschwindigkeit den Fahrbahn- und Sichtverhältnissen anpassen. Bei der Gefahr von Aquaplaning und schlechter Sicht durch Gischt und Regen sollte der Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug deutlich vergrößert werden.“

Komme es zu einem Verkehrsunfall, kann dies mit einem Bußgeld bis zu 145 Euro und einem Punkt im Fahreignungsregister geahndet werden. Wird jemand verletzt, ermittelt die Staatsanwaltschaft.

In den letzten Tagen gingen zahlreiche Anrufe bei der Verkehrs-Hotline ( ✆ 02 51/2 75-14 50) des Polizeipräsidiums Münster ein. Beschwerden über Fahrzeuge, die ohne Rücksicht durch Pfützen fahren und Radfahrer und Fußgänger nass spritzen, standen an der Tagesordnung. Die Polizei appelliert in diesem Zusammenhang an die Rücksicht der Verkehrsteilnehmer: „Verhalten Sie sich so, wie wir es in Fahrschule gelernt haben. Niemand darf im Straßenverkehr behindert oder geschädigt werden.“

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