Badewannen-Rennen der Sendener Schützen:
Tollkühne Männer in wackeligen Wannen

Senden -

Nicht der Sieg, sondern der Spaß stand beim ersten Badewannen-Rennen der Sendener Schützenvereine im Mittelpunkt. Rund 1500 Zuschauer verfolgten diese feucht-fröhliche Regatta auf dem Dortmund-Ems-Kanal.

Montag, 07.07.2014, 16:01 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 07.07.2014, 16:01 Uhr

„Es gibt nur Wasser, Wasser, Wasser überall, doch wir haben nichts zu trinken…“, dröhnte es am Sonntag über den Dortmund-Ems-Kanal . Dort, wo in einem Altarm der Ruderverein und der Campingplatz Kranefoer ihre Anlegeplätze haben. Obwohl der Santiano-Hit hier nur teilweise passte. Denn Getränke gab es reichlich – an Bord wie an Land. Schließlich kämpfte man beim ersten „Internationalen Badewannen-Rennen“ der Sendener Schützenvereine ausschließlich um Preise in „flüssiger Form“. Und die standen allen zu. Denn verloren hat niemand. Dafür war das Geschehen einfach zu verrückt und feucht-fröhlich.

Die Boote waren allesamt Eigenkonstruktionen – in wochenlanger geheimer Arbeit irgendwo zusammengeschraubt und -geschweißt. Außergewöhnliche Materialien kamen beim Bau zum Einsatz – Bier- oder Blumenkästen beispielsweise. Und das Publikum zollte diesen Boote reichlich Bewunderung: der „Queen Elizabeth“ von Gettrup-Dorfbauerschaft, der „MS Santa“ von Bredenbeck-Wierling, der „Blücher“ von St. Johanni Senden und der „Black Pearl“ von Schölling-Holtrup.

Badewannen-Rennen der Schützenvereine

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    Foto: Dieter Klein
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Auch wenn es mal schnellere, mal langsamere „Badewannen“ gab – die Rennen der Fantasie-Kreationen auf dem Kanal entwickelten sich zu einem echten Hit. Die Siegesträume der „Queen Elizabeth“-Crew (Stefan Entrup-Lödde, Christian Kuhlmann, Sebastian , Michael und Martin Ermann, Michael Grothues, Max Schulte und Dominik Gettrup) blieben zwar im schlammigen Kanal stecken – doch wen kümmerte das? Hauptsache Spaß! Dafür war das kleine Boot von Gettrup-Dorfbauerschaft, die „King-Kong-Clemens“, mit Christian Wessels, Fabian Schemmer und Sebastian Ermann erfolgreicher.

Schon bald nach dem ersten Start gegen 11 Uhr füllten sich die Ufer entlang des Kanals mit letztlich rund 1500 Neugierigen. Sie staunten über die „Black Pearl“. Auch wenn diese Ölfass-Plastik-Badewannen-Renn-Konstruktion mit dem Piratenschiff „Black Pearl“ von Käpt’n Jack Sparrow nichts gemein hatte. Dafür ruderten aber kräftige Wikinger an Bord: Tobias Schäfer , Tobias Schlinge, Daniel Aundrup, Lukas Breuers, Markus Reinermann, Joel Northoff, Jens Hernsel, Cedrik Woort und Michael Freudenreich.

Gegen Wind und Wellen kämpfte auch die Truppe aus Bredenbeck-Wierling. Motto: „Wir verblasen alle“, mit Andreas Böckenholt, Alex Fröhlich, Hans Schulze-Beckendorf, Denis Felix-Klostermann, André Bontrup, Jan Spliethofe, Hendrik Rossmann und Robert Erkenbölling. Feucht-fröhlich unterwegs waren auch die „Blücher I“ und Blücher II“ von St. Johanni . Hier steuerten Markus Stutenkemper und Detlev Suttrup ihre grüne Teppichboden-Schüssel – die „Blücher II“ immerhin ins Ziel zurück. Im großen Schiff kämpften Dennis Lange, David Mußenbrock, Patrick Müller, Sascha Willeke, Marc Brüggemann und Martin Sibum mit Kapitän Markus Wiedebusch um Ehre und Liter.

Bei den großen Boot behielt Schölling-Holtrup die Nase vorn, bei den kleinen „Badewannen“ siegte Bredenbeck-Wierling. Den „Schönheitspreis“ bekam die „Queen Elizabeth“, Lob aber gab es für alle – sogar mit Begleitmusik des Spielmannszuges „In Treue fest“. Doch ganz oben Stand das Vergnügen. Und das galt selbstverständlich auch für das „Königsrennen“ zwischen Clemens und Elisabeth Aldenhövel, Thomas und Veronica Heitplatz, Ralf und Brigitte Schäfer sowie (in Vertretung) Carsten Mengelkamp und Petra Stutenkemper.

Auch die Teams auf den hinteren Plätzen gingen nicht unter: Ihre Präsidenten und Vorstände waren gekommen und sorgten für Lob, Anerkennung und Belohnung.

Thomas Schemmer und Ralf Schäfer, die als Moderator beziehungsweise Schiedsrichter fungierten, soffen ebenfalls nicht ab. Obwohl: Manches Mal – wenn zu viele Begeisterte auf dem schmalen Steg aufliefen – standen sie selbst knöcheltief in der braunen Brühe und konnten singen: „Es gibt nur Wasser, Wasser, Wasser überall….“ Franz-Josef Ermann, „geistiger Vater“ des Badewannen-Racings resümierte: „Irgendwann müssen wir das wiederholen!“

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