Keine rasche Lösung für Schloss Senden in Sicht:
Initiative beantragt Notsicherung

Senden -

Die Bürgereinitiative ISS möchte den weiteren Verfall des Schlosses stoppen und hat deshalb eine Notsicherung beantragt. Studenten haben das Gebäude untersucht. Ihre Ergebnisse stellen sie am Donnerstag (10. Juli) im Rathaus öffentliche vor.

Dienstag, 08.07.2014, 14:18 Uhr

Den Verfall des Denkmals stoppen: Die Initiative Schloss Senden hat einen Antrag auf Notsicherung des historischen Gebäudes gestellt. Hintergrund des Vorstoßes ist die Einschätzung, dass sich eine rasche Lösung für den Schloss-Erhalt derzeit nicht abzeichnet. Konkrete Erkenntnisse über den baulichen Zustand des historischen Gebäudes haben Studenten im Rahmen eines Projektes unter Leitung der Dozentin Andrea Huesmann gewonnen (WN berichteten).

Die Initiative Schloss Senden ( ISS ) hat den Antrag an die Gemeinde Senden als untere Denkmalbehörde gestellt. Wer die Kosten trägt, müsse „im Binnenverhältnis“, so ISS-Vorsitzender Bernd Sparenberg, zwischen Behörde und Eigentümer geklärt werden.

Die Höhe des finanziellen Aufwandes wollte Sparenberg gegenüber den WN nicht beziffern.

Konkret gehe es um Sicherungsmaßnahmen, die bis zum Winter abgeschlossen sein sollten: eine Notverglasung für einige Fenster und das Abdichten des Daches. Die Dachhaut müsse überprüft werden. An manchen Gauben, das weiß Sparenberg bereits, klaffen Risse.

Der Vorsitzende der Schloss-Initiative, die diese Vorgehensweise in der jüngsten Vorstandssitzung beschlossen habe, sieht durchaus Gefahr in Verzug: „Wir müssen verhindern, dass durch äußere Einwirkung weitere Schäden entstehen.“

Perspektiv sieht die ISS eine Lösung für das Schloss Senden, indem das bürgerschaftliche Engagement geweckt beziehungsweise ausgebaut wird. Die Initiative Schloss Senden schiebe dazu die Gründung einer Bürgerstiftung an. Sie selbst könne diese Rolle nicht übernehmen. Erste Sondierungsgespräche für die Gründung einer Stiftung / eines Bürgervereins seien bereits geführt worden, berichtet Sparenberg. Greifbares werde sich zu diesem Thema bald ergeben, lautet seine Einschätzung.

Seit März haben Angehörige des Studienganges Bauen im Bestand, einer Kooperation von Fachhochschule (Bauingenieurwesen) und Handwerkskammer Münster (Akademie Bauhandwerk), Schloss Senden unter die Lupe genommen.

Die bisherigen Ergebnisse werden am kommenden Donnerstag (10. Juli) ab 16 Uhr im Rathaus öffentlich vorgestellt.

Erster Schritt des mehrjährig jeweils für das Sommersemester angelegten Projektes bestand darin, die Schäden an den wesentlichen Teilen zu kartieren.

Die Idee, das denkmalgeschützte Schloss wissenschaftlich zu durchleuchten, stammt von Andrea Huesmann. Sie ist freiberufliche Architektin und als Dozentin für die Handwerkskammer tätig.

Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/2591575?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F947630%2F947662%2F947680%2F
Nachrichten-Ticker