Pfarrer Henry Okeke ist Priester der Weltkirche in Senden:
Freude am Glauben wecken

Senden -

Pfarrer Henry Okeke aus Nigeria hat eine Wohnung im Sendener Pfarrhaus bezogen. In den nächsten fünf Jahren soll der afrikanische Geistliche das Seelsorgeteam von St. Laurentius unterstützen.

Dienstag, 08.07.2014, 17:25 Uhr

Seine Augen funkeln und sein Lächeln strahlt, wenn Pfarrer Henry Okeke über seine Heimatgemeinde in Nigeria berichtet. Denn in Awka-Etiti im Bistum Onitsha, im Süden des Landes, ist unter der Federführung des Geistlichen die erste Kirche gebaut worden und eine neue, junge Gemeinde entstanden. „In Senden hatten wir bei 13 000 Gemeindemitgliedern 111 Erstkommunionkinder. In der Gemeinde von Pfarrer Henry mit ihren über 5000 Gläubigen feierten 900 Kind in zwei Gottesdiensten ihre Erstkommunion“, berichtet Pfarrer Klemens Schneider.

Henry Okeke ist am vergangenen Mittwoch in eine Wohnung im Sendener Pfarrhaus eingezogen. Als Priester der Weltkirche löst er Pater Jamy ab, der in sein Heimatland Indien zurückgekehrt ist. An den ersten Tagen hat der afrikanische Geistliche schon erste Eindrücke sammeln können: Gemeinsam mit Pfarrer Schneider war er beim Schützenfest in Bösensell, hat Gottesdienste besucht und war mit der Hauswirtschafterin Elisabeth Anft einkaufen.

„Hier sind die Messen sehr kurz“, sagt Pfarrer Henry Okeke. „Bei uns braucht man immer über eine Stunde, das ist normal. Es ist sehr lebendig. Und es gibt viel Musik.“ Etwas von dieser afrikanischen Lebensfreude und Glaubenseinstellung möchte er in den nächsten – voraussichtlich – fünf Jahren auch in die St. Laurentius-Gemeinde einbringen.

„Ich wünsche mir, dass die Menschen gerne in die Kirche kommen, vor allem die jungen Leute. Es ist wichtig, Gottes Wort zu hören“, sagt der 49-Jährige. So wie in seiner Heimat möchte er in Senden Ansprechpartner und Seelsorger für die Menschen werden. Gleichwohl ist es ihm wichtig, „in Deutschland Erfahrungen zu sammeln, die ich für mich und meine Gemeinde mit nach Afrika nehmen kann“.

Pfarrer Henry Okeke hat von 2005 bis 2013 im Süden Nigerias die Pfarrei „St. Joseph der Arbeiter“ aufgebaut, die aus mehreren Dörfern besteht.

Im Juli 2013 folgte er der Aufforderung seines Bischofs und ging als Priester der Weltkirche nach Europa.

In der katholischen Akademie Klausenhof erlernte er die deutsche Sprache.

„Mein Hobby ist Fußball. Und ich höre gerne Musik – am liebsten afrikanische“, sagt der 49-Jährige lächelnd.

Erst nach der Kennenlern-Phase wird sich herauskristallisieren, welche Aufgaben Pfarrer Henry in Senden übernimmt.

Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/2592130?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F947630%2F947662%2F947680%2F
Nachrichten-Ticker