100 Grundsteinlegung von St. Johannes gefeiert:
Lebendige Kirche in Bösensell

Bösensell -

Vor genau 100 Jahren wurde der Grundstein der St. Johannes-Kirche gelegt. Aus diesem Anlass fanden sich die Bösenseller zu einer festlichen Begegnung am Glockenturm und einer Andacht zusammen.

Freitag, 18.07.2014, 14:54 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 13.07.2014, 16:44 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 18.07.2014, 14:54 Uhr

Die Gedenktafel links neben dem Altarbereich ist mit rot-weißen Blumenkränzen festlich hergerichtet. Und sie leuchtet im Schein zweier großer weißer Kerzen. In den Stein ist die Zahl 1914 eingemeißelt. Vor genau 100 Jahren wurde der Grundstein der St.-Johannes-Kirche Bösensell gelegt. Jung und Alt kamen aus diesem Anlass am Samstagnachmittag zur feierlichen Begegnung am Glockenturm zusammen.

„Diese Kirche ist zum Wahrzeichen von Bösensell geworden“, betonte der erste Vorsitzende des Heimatvereins Bösensell, Eugen Kölker . Gotteshäuser sollten immer ein Symbol für Beständigkeit und Ewigkeit bleiben.

Kölker griff tief in die Geschichtskiste und ging mit den Gästen auf eine Zeitreise in das 19. Jahrhundert. „In dieser Zeit stieg die Zahl der Bevölkerung stark an“, erzählte er. „Die Kirche wurde zu klein.“ Ab 1880 sei man bestrebt gewesen, eine Erweiterung oder gar einen Neubau vorzunehmen. „Mich wundert es, dass dieses Gotteshaus überhaupt gebaut wurde, da drei Wochen später der Erste Weltkrieg begonnen hat“, so Kölker weiter. Viele Maurer und Zimmerleute seien an der Front gewesen.

In einer kurzen Andacht in der St. Johannes-Kirche lud Pfarrer Klemens Schneider alle Gläubigen ein, einen Stein an der Gedenktafel nieder zu legen. „Wir sind die lebendigen Steine. Wir ergänzen uns gegenseitig und bilden sie zur Kirche“, unterstrich der Pfarrer. Schneider wünschte allen viel Freude miteinander „als lebendige Kirche in Bösensell“ und dankte allen, die an der Vorbereitung zum Jubiläumsfest beteiligt waren.

Im Anschluss an die Andacht feierten alle gemeinsam in lockerer Runde am Glockenturm das Jubiläum ihrer Kirche.

Anfang des Jahres hatte eine Arbeitsgruppe des Gemeindeausschusses Bösensell bestehend aus Beate Stegt, Karin Brüggemann (Pfarreirat) Cornelia Loy, Dietlind Richter-Leifken und Georg Jacobs die Planung und Organisation für die Jubiläumsfeier des Bösenseller Gotteshauses übernommen. Auch der Heimatverein Bösensell war maßgeblich an den Vorbereitungen beteiligt.

„In zwei Jahren wird der 100. Geburtstag der Einweihung der Kirche gefeiert“, kündigte Beate Stegt einen weiteren Festakt an.

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