Mehr Verkehrssicherheit im Ortskern:
Regeln beachten und tolerant sein

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Autofahrer, Radler und Fußgänger sind beim Thema Verkehrssicherheit gleichermaßen gefordert. Toleranz, Rücksichtnahme und das Beachten der Regeln sind zielführend, so der Bezirksbeamte Ulrich Rödiger.

Dienstag, 15.07.2014, 08:14 Uhr

Das Miteinander im Straßenverkehr könnte entspannter und deutlich ungefährlicher sein. Davon ist Ulrich Rödiger überzeugt: „Wenn wir gegenseitig ein großes Maß an Toleranz walten lassen und die Regeln beachten, geht alles gut“, sagt der Polizeihauptkommissar. Doch im Sendener Ortskern erlebt der Bezirksbeamte immer wieder brenzlige Situation – oft aus Rücksichtslosigkeit, Gleichgültigkeit oder Bequemlichkeit.

So hat Rödiger unter anderem den verkehrsberuhigten Bereich Herrenstraße/Eintrachtstraße im Auge: „Viele Fußgänger wissen gar nicht, dass sie dort mitten auf der Fahrbahn laufen dürfen. Der Autofahrer hat hinten an zu stehen“, sagt der Polizist mit Blick auf Temposünder. „Lediglich vier bis sieben Stundenkilometer sind im verkehrsberuhigten Bereich erlaubt.“ Gleichwohl räumt Rödiger ein: „Das ist eine Geschwindigkeit, die man mit modernen Autos kaum einhalten kann.“ Nichtsdestotrotz ist der Bezirksbeamter verpflichtet, die Einhaltung des Tempolimits zu kontrollieren und Verstöße zu ahnden: „Der Gesetzgeber hat der Polizei eingeräumt, die Geschwindigkeit zu schätzen. Überschreitungen können mit 20 Euro sanktioniert werden.“ Ausreden lässt Rödiger nicht zu. Denn der verkehrsberuhigte Bereich sei durch Schilder und die Pflasterung „baulich gut gekennzeichnet“.

Während an der Herrenstraße und der Eintrachtstraße eher die Autofahrer im Fokus der Polizei stehen, bereiten an der Münsterstraße vorwiegend Radfahrer und Fußgänger durch ihr Verhalten Sorge. Immer wieder fällt Rödiger auf, dass die Fußgängerampel am Altenheim nicht genutzt wird – gerade auch von Senioren. Stattdessen werde die Farbahn direkt an der Einfahrt zum Edeka-Markt gequert.

Gut genutzt werde der etwa 100 Meter entfernte Zebrastreifen an der Einmündung des Spitalweges. Allerdings: „Fahrräder müssen über diese Querungshilfe geschoben werden“, erklärt Ulrich Rödiger. Doch werde „zur Abkürzung“ von vielen einfach diagonal über die Straße gefahren, sowohl in Richtung Schulzentrum als auch in Richtung Herrenstraße. „Dort entstehen schnell gefährliche Situationen“, vor allem wenn Kinder und Jugendliche im Pulk fahren.

Verkehrsregeln gelten unbedingt auch für Radfahrer, unterstreicht Ulrich Rödiger und erinnert an Grundsätzliches: „Konsequent rechts fahren, Gehwege nicht blockieren und nicht nebeneinander, sondern hintereinander fahren.“ Erwachsene sollten diesbezüglich auf ihre Vorbildfunktion achten.

Der Grete-Schött-Ring ist nach Auffassung des Bezirksbeamten ein weiterer neuralgischer Punkt. Denn zum einen werden die Einkaufsmärkte stark frequentiert. Zum anderen nutzen viele Anwohner aus dem Bereich der „Vogelsiedlung“ den Parkplatz als Abkürzung zur B 235. „Diese Nutzung ist absolut legitim“, unterstreicht Ulrich Rödiger. Allerdings würde sich die Situation entspannen, wenn mehr Rücksicht auf ein- und ausparkende Fahrzeuge genommen würde. Aus seiner „persönlichen Sicht“ sollte eine strengere Tempobegrenzung eingeführt werden. Denn laut Straßenverkehrsordnung gilt am Parkplatz Tempo 50 als zulässige Höchstgeschwindigkeit.

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