Handelshof soll vor Jahresfrist abgerissen werden
Barrierefreies Wohnen im Ortskern

Senden -

Auf dem rund 350 Quadratmeter großen Gelände der Gaststätte Handelshof soll bis Ende 2015 ein Neubau mit sieben barrierefreien, seniorengerechten Eigentumswohnungen entstehen. Der Altbau soll noch in diesem Jahr abgerissen werden.

Dienstag, 15.07.2014, 19:12 Uhr

Die Tage der Gaststätte Handelshof sind gezählt. Denn der Gemeindeentwicklungsausschuss hat grünes Licht gegeben für eine Bebauungsplanänderung, die Grundlage für ein geplantes Neubau-Projekt ist. Im September wird die (endgültige) Zustimmung des Gemeinderates erwartet.

Der Sendener Architekt Bernd Sparenberg hat für das rund 350 Quadratmeter große Areal an der Münsterstraße ein Gebäude mit sieben Wohneinheiten entworfen. Investor ist das Lüdinghauser Bauunternehmen Bernhard Austrup. Wenn der angestrebte Zeitplan eingehalten werden kann, werde der Altbau noch in diesem Jahr abgerissen und im Frühjahr mit dem Neubau begonnen, berichtet Bernd Sparenberg auf WN-Anfrage. Ende 2015 soll das Gebäude bezugsfertig sein.

„Es sind Eigentumswohnungen in einer Größe von etwa 75 bis 90 Quadratmetern geplant. Sie sind seniorengerecht und barrierefrei gestaltet mit breiten Türen, ebenerdigen Duschen und schwellenfreien Ausgängen zu den Balkonen und Loggien. Auch ein Aufzug befindet sich im Haus“, berichtet der Architekt. Zielgruppe der Vermarktung seien vorwiegend ältere Menschen, die sich auf ihren Ruhestand vorbereiten. „Wer sein großes Haus in der Randlage Sendens verkaufen möchte, kann sich in dem modernen, hochwertigen Neubau zentrumsnah kleiner setzen. Ärzte, Apotheken und Einkaufsmöglichkeiten sind fußläufig erreichbar“, umreißt Sparenberg den Grundgedanken der Konzeption „Handelshof“. Dieser Name soll an der Münsterstraße erhalten bleiben. „Wir wollen den Schriftzug in die Fassade einarbeiten – auch aus Respekt vor der Historie des Gebäudes.“ Pkw-Stellplätze werden auf einem benachbarten Grundstück an der Straße „Droste Gärten“ angelegt. Die „Zufahrt erfolgt von der Münsterstraße. Dazu lassen wir eine Durchfahrt neben dem Gebäude frei“, erläutert der Architekt.

Aus Sicht von Bernd Sparenberg „wird das Potenzial der Fläche optimal genutzt“. Denn auf dem verhältnismäßig kleinen Grundstück entstehen sieben nachfrageorientierte Wohnungen. Ebenso viele relativ große Einfamilienhäuser in Senden könnten frei werden und jungen Familien mit Kindern Platz bieten. Die Nachverdichtung an der Münsterstraße schaffe somit zusätzlichen Wohnraum, ohne dass neue Flächen verbraucht werden.

Der Name „Handelshof“ leitet sich ab von dem Viehhandel und der öffentlichen Viehwaage, die in früheren Jahren in dem Gebäude untergebracht waren. „Dort wurde per Handschlag der Preis des Schlachtviehs, von Schweinen, Rindern und Kühen, ausgehandelt. Das ging bis in die 60er Jahre“, berichtet Friedhelm Böckenholt , stellvertretender Vorsitzender des Heimatvereins Senden. Neben der Gaststätte und dem Viehhandel habe sich zeitweise auch eine Bäckerei in dem Gebäude befunden.

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