Forscherin Yukiko Yamazaki informiert sich in Senden:
Tafel dient Japanern als Vorbild

Senden -

Die japanische Wissenschaftlerin Yukiko Yamazaki macht sich zurzeit ein Bild über soziale Hilfsmöglichkeiten in Deutschland. Am Montag informierte sie sich bei der Sendener Tafel.

Dienstag, 22.07.2014, 16:14 Uhr

Die Reise bis in die Gemeinde Senden war lang – sehr lang. Rund 9000 Kilometer liegen hinter der japanischen Forscherin Yukiko Yamazaki . Die 40-Jährige vom Consumer Co-Operative Institute of Japan wollte sich ein Bild über die sozialen Hilfsmöglichkeiten in Deutschland machen. So schaute Yukiko Yamazaki am Montagnachmittag auch bei der Sendener Tafel hinter die Kulissen.

Das Vorstandsteam um Arnold Grabowski, Barbara Liebrand und Peter Klingelhöfer führte die japanische Wissenschaftlerin durch die Räumlichkeiten an der Schulze-Bremer-Straße 23. Die Forscherin bekam Einblicke in den Verkaufsbereich, in die Lager, Kühlung sowie den Aufbereitungsraum für Lebensmittel.

Yukiko Yamazaki staunte. „Ich bin sehr beeindruckt“, sagte die 40-Jährige. In Japan habe man ähnliche, kleinere Einrichtungen, die Menschen helfen zu überleben. „Aber das ist längst nicht so professionell und gut organisiert, wie die Sendener Tafel. In Japan gebe es nichts Vergleichbares, unterstrich die Forscherin.

Im Hinblick auf die ehrenamtlichen Helfer bei der Tafel, betonte Yukiko Yamazaki, die auch die Universität Münster im Rahmen einer Konferenz besuchen wird: „Es wird eine sehr schwere Aufgabe, so viele ehrenamtliche Mitarbeiter zu motivieren. Sie wollte wissen, wie es das Vorstandsteam schaffe, derart viele Menschen zu gewinnen. „Wir haben eine fitte Generation an Rentnern, die helfen wollen“, hob die zweite Vorsitzende der Sendener Tafel, Barbara Liebrand, hervor. Hinzu komme die tatkräftige Unterstützung einiger Frauen, die in Teilzeit arbeiten und sich sozial engagieren möchten.

Die Tafel sammelt überschüssige, aber qualitativ gute Lebensmittel und gibt sie an Bedürftige weiter. Rund 70 ehrenamtliche Helfer unterstützen die Einrichtung an der Schulze-Bremer-Straße 23.

Am Samstag sitzt Yukiko Yamazaki wieder im Flugzeug Richtung Heimat. Die neu gewonnen Erkenntnisse aus der Sendener Tafel dürften ihrer Arbeit in Japan zugute kommen.

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