Ferienhauspark am Franz-Felix-See
Das ganze Jahr Ferien

Schmedehausen -

Ferien am See – dieser Idee folgte die Gründung des Ferienhausparks am Franz-Felix-See in den 80er Jahren. Am Süd-West-Ufer entstanden auf rund 240 Parzellen kleine Ferienhäuschen.

Mittwoch, 05.05.2021, 06:32 Uhr aktualisiert: 05.05.2021, 06:40 Uhr
Das Team: Ingrid Luker, Lena Heilemann, Robert Heilemann sowie die Inhaber Renate und Michael Strotmann kümmern sich um alle Belange der Pächter im idyllischen Ferienhauspark am Franz-Felix-See.
Das Team: Ingrid Luker, Lena Heilemann, Robert Heilemann sowie die Inhaber Renate und Michael Strotmann kümmern sich um alle Belange der Pächter im idyllischen Ferienhauspark am Franz-Felix-See. Foto: Pia Weinekötter

Das Münsterland ist schön. Und der Franz-Felix-See ist sehr schön. Und Ferien am See zu machen, ist sogar noch schöner. Genau diese Idee verfolgte die Gründung des Ferienhausparks in den 80er Jahren. „Auf rund zehn Hektar Fläche direkt am Süd-West-Ufer des Sees entstanden damals auf rund 240 Parzellen kleine Ferienhäuschen“, erläutert Michael Strotmann. Gemeinsam mit seiner Frau Renate hat er den Park im August 2018 übernommen. Seitdem investierte das Lengericher Unternehmer-Paar viel Energie, Zeit und Kreativität, um das Projekt aus seinem Dornröschenschlaf erwachen zu lassen. „Der Ferienhauspark verfügte zwar durch seine Aufteilung, seine gepflasterten Wege und der Straßenbeleuchtung schon über eine gute Infrastruktur, aber er war etwas in die Jahre gekommen und es war auch seit Jahren kein neues Gebäude mehr errichtet worden“, erklärt Robert Heilemann, der als Verwalter tätig ist, rückblickend.

Doch was ist ein Ferienhauspark überhaupt? Es ist ja kein Ferienpark wie Center Parks oder Gran Dorado mit immer wieder neuer Klientel. „Richtig, das war auch nie das Ziel, denn wir wollen bewusst keine ständig wechselnden Bewohner, selbst eine Untervermietung beispielsweise über Airbnb ist vertraglich ausdrücklich ausgeschlossen“, betont Michael Strotmann.

„Die Parzelle von durchschnittlich 300 Quadratmetern wird gepachtet – bei uns ist das sogar für 25 Jahre und nicht nur für die sonst üblichen zehn Jahre möglich – und das Gebäude egal ob Mobilheim oder Tiny House auf einer bebaubaren Fläche von bis zu 60 Quadratmetern ist das Eigentum des Pächters“, verdeutlicht Robert Heilemann. Dem Team liegt besonders die Gemeinschaft der Bewohner am Herzen. „Man kennt sich nicht nur gut und ist immer in entspannter Urlaubsstimmung, sondern man kümmert sich hier auch umeinander, beispielsweise auch im Krankheitsfall oder auch im Todesfall des Partners“, erläutert Renate Strotmann während sie beim Rundgang durch den Park immer wieder rechts und links in die Parzellen ein paar Grußworte ruft oder freundlich winkt.

Und wer wohnt hier im Park? „Früher kamen die meisten Bewohner aus dem nördlichen Ruhrgebiet, heute vielfach aus der näheren Umgebung oder auch aus Münster“, erklärt Robert Heilemann. „Wir haben hier eine bunte Mischung, denn hier wohnen sowohl der ehemalige Bergmann als auch der Akademiker“, ergänzt Ingrid Luker, die Buchhalterin des Parks. „Und während vor Jahren die Bewohner meistens ihren Ruhestand hier verbringen wollten, sind es heute – vielleicht auch Corona-bedingt – vermehrt jüngere Leute“, hebt Lena Heilemann hervor, die für Marketing und Vertrieb verantwortlich ist.

Viele können sich noch an die Erstwohnsitz-Debatte 2014 erinnern. „Rein rechtlich gilt hier der Zweitwohnsitz, doch die Bewohner, die bereits vor dem 1. Januar 2015 hier den Erstwohnsitz hatten, genießen einen Bestandsschutz bis zum Lebensende“, erläutert Robert Heilemann die aktuelle Lage.

Mit viel unternehmerischer Energie haben die Strotmanns mit ihrem zwölfköpfigen Team, auf das sie sehr stolz sind, bereits viel erreicht: „Einen neuen Entsorgungshof, rund 50 Neuverpachtungen, Verlegung von Glasfaserkabeln für ein schnelles Internet sowie ein festes Büro mit Boule- und Schachanlage als Treffpunkt“, zählt Michael Strotmann auf.

Der Standort zwischen Autobahn und Flughafen – ist es da nicht manchmal laut? „Nein, überhaupt nicht, wir hören nur gelegentlich den ADAC-Hubschrauber und manchmal sind die Vögel schon sehr laut“, bemerkt Renate Strotmann mit einem Augenzwinkern auf die heimische Tierwelt im schönen Münsterland.

 

Nachrichten-Ticker