Landgericht verwirft Berufung
Bewährungsstrafe wegen Handydiebstahls bleibt

Lotte/Lengerich/Münster -

Nach Überzeugung des Amtsgerichts Tecklenburg hatte ein 23-Jähriger aus Lotte vergangenes Jahr bei einem Freund in Lengerich dessen Handy gestohlen. Gegen die Verurteilung zu einer Bewährungsstrafe legte der Mann Berufung vor dem Landgericht ein. Damit ist er aber gescheitert.

Dienstag, 26.11.2013, 17:46 Uhr

Der 23-Jährige scheint unbelehrbar zu sein. Schon neun – zum Teil einschlägige – Vorstrafen weist sein Strafregister auf. Dennoch stand der Mann aus Lotte im Januar vor dem Amtsgericht Tecklenburg, wo er wegen Diebstahls zu einer Freiheitsstrafe von drei Monaten mit Bewährung verurteilt wurde.

Nach Überzeugung des Gerichts hatte sich der Angeklagte im September 2012 mit anderen zu einem Trinkgelage in der Wohnung eines Lengericher aufgehalten und dessen Smartphone und ein Handy entwendet. Weil die Verurteilung nach Meinung des Angeklagten zu Unrecht erfolgte, stand er am Dienstag mit dem Ziel eines Freispruchs vor der Berufungskammer des Landgerichts Münster – und scheiterte.

Die Strafkammer bestätigte das Urteil der ersten Instanz und verwarf die Berufung auf Kosten des Angeklagten.

Der Angeklagte hatte zuvor dem Landgericht ausgesagt, dass noch Gäste in der Wohnung zurückgeblieben seien, als er diese verlassen habe. Den Diebstahl der Handys wies er zurück.

Die Beweislast der Zeugen wog aber schwer. Als er eingeschlafen sei, berichtete der Geschädigte, habe das Smartphone noch vor ihm auf dem Tisch gelegen. Am anderen Morgen waren aber beide Handys weg. „Mir war sofort klar, der Angeklagte hat sie entwendet.“ Obwohl niemand den Diebstahl beobachtet hatte, waren auch die Staatsanwältin und die Richter von der Täterschaft des Angeklagten überzeugt.

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