Liederabend der Bürgergemeinschaft
Große Gefühle auf kleinem Raum

Lotte -

Mit Pianistin Viola Mokrosch und Sopransängerin Katja Rothfuss standen zwei erstklassige und erfahrene Musikerinnen auf der kleinen Bühne im Haus Hehwerth. Sie präsentierten ein Programm mit dem Titel „Von den hellen und dunklen Seiten der Liebe“.

Montag, 25.11.2013, 23:00 Uhr

Dass die Liebe Licht wie Schatten gleichermaßen zu bieten hat, wussten Dichter und Musiker der Romantik meisterhaft in Lyrik und Musik auszudrücken. Dieser gefühlsbetonten Musik des 19. Jahrhunderts widmete sich am Sonntag der Liederabend der Bürgergemeinschaft Lotte.

Mit Pianistin Viola Mokrosch und Sopransängerin Katja Rothfuss standen zwei erstklassige und erfahrene Musikerinnen auf der kleinen Bühne im Haus Hehwerth.

Ihr Programm unter dem Titel „Von den hellen und dunklen Seiten der Liebe“ beinhaltete Kompositionen von Brahms und Dvorak. Hans-Helmut Weymann, Vorsitzender der Bürgergemeinschaft, war erfreut, seinem Publikum eine künstlerische Darbietung auf hohem Niveau präsentieren zu können. Seit langer Zeit gebe es nun endlich wieder mal einen Liederabend.

„Das Kunstlied ist eine wichtige Form der Romantik“, erklärte Viola Mokrosch in ihrer Moderation. Komponisten wie Brahms hätten dabei der Dichtkunst zeitgenössischer Poeten mit ihrer Musik eine neue Ebene hinzugefügt.

So interpretierten Rothfuss und Mokrosch hingebungsvoll die gefühlvollen Lieder. In „Die Mainacht“ oder beim „Mädchenlied“ behandelte Rothfuss das Thema der Sehnsucht nach Liebe ausdrucksstark. Ebenso wie bei den weniger melancholischen Stücken – etwa dem humorvollen „Och Mod’r, ich well en Ding han!“ – setzte die Sängerin auch Gestik und Mimik überzeugend ein.

Mokroschs Klavierbegleitung sorgte für ein Klangbild, das trotz der raumfüllenden Stimme von Katja Rothfuss ausgewogen und stimmig daherkam.

Die in den USA ausgebildete Opernsängerin erzählte von der besonderen Herausforderung, in solch einem vergleichsweise kleinen Raum aufzutreten: „Die Atmosphäre ist viel intimer, das ist zwar einerseits schön, macht es andererseits aber nicht einfacher.“

Der zweite Programmteil, der aus Stücken von Brahms‘ Freund und Zeitgenossen Antonin Dvorak bestand, setzte sich insbesondere in Dvoraks Zigeunerliedern mit der Liebe nach Freiheit auseinander. Auch hier begeisterten die beiden Musikerinnen die etwa 70 Zuhörer und verwöhnten sie nach langem Applaus mit zwei Zugaben.

Das Kunstlied ist eine wichtige Form der Romantik

Viola Mokrosch
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