Weggenessen bei der AWO
In familiärer Runde diskutiert

Lotte -

Aktuelle Themen gab es reichlich. Doch die familiäre Atmosphäre beim Weggenessen trug ihren Teil dazu bei, dass kontroverse Sichtweisen gelassen ausgetauscht wurden. Zur Sprache kamen unter anderem die Raumsituation in der Elly-Heuss-Tagesstätte und die geplante Gesamtschule.

Sonntag, 24.11.2013, 17:00 Uhr

Die familiäre Atmosphäre schätzen Wersens AWO-Mitglieder sehr. Daher begrüßte die Vorsitzende ein volles Haus beim Weggenessen in der Bürener Elly-Heuss-Tagesstätte. Themen gab es etliche zu besprechen – auch aktuelle.

Verschiedentlich war zu hören, dass es die richtige Entscheidung gewesen sei, sich vehement dafür einzusetzen, dass kein Jugendraum in der Begegnungsstätte eingerichtet wird. „Wo sollen wir auch damit hin?“, meinte ein Senior, für den das Thema inzwischen aber endgültig abgeschlossen war.

Ausgiebig diskutierten Gitti Gärtner, Renate Pohlmann und Heike Laters über die Situation, dass die Bürener Regenbogengrundschule in wenigen Jahren einzügig werden soll. Die drei Freundinnen schließen sich immer mal wieder den Kaffeenachmittagen der Arbeiterwohlfahrt an. „Wir haben eine Ü-50-Gruppe gegründet und treffen uns hier nach Lust und Laune zwei- bis dreimal im Jahr“, verriet Gitti Gärtner gut gelaunt.

Eine Meinung in ihrem Gespräch lautete, es sei widersprüchlich, dass in Büren eine Kindergartengruppe fehle, die Schule indes mit nur einer Klasse je Jahrgang weitergeführt werden solle. Zudem gab es grundsätzliches Verständnis für die Elternproteste, obgleich ein Teil der Familien von der Klassenreduzierung dann nicht mehr betroffen sei. Man müsse auch an das Lehrerkollegium denken, war eine Meinung. Und: „Wie soll denn dann Inklusion noch funktionieren?“

Heike Laters, die auch sachkundige Bürgerin für die SPD ist, gab zu bedenken: „Es gibt klare Zahlen übergeordneter Behörden. Daraus resultieren Vorgaben. Die muss die Gemeinde Lotte umsetzen.“ Gitti Gärtner betonte: „Es geht um die Kinder. Sinnvoller wäre es, wenn in kleineren Klassen unterrichtet werden könnte. Davon würden Schüler und Lehrer profitieren.“

Renate Woda, die als Oma die Nähe zu ihren beiden Enkeltöchtern genießt, sah das eher gelassen: „Es kann schon sein, dass eine in Büren, die andere dann in Wersen zur Schule geht. Das wird sich alles finden.“

Einig waren sich die Frauen, dass auch die kommunalen Finanzen im Blick behalten werden müssen. Und doch fanden nicht alle die Idee der Gesamtschule toll.

„Zur Sicherung des Schulstandorts ist das für Lotte und Westerkappeln ein wichtiger Schritt, denn wenn man zu lange wartet, ist der Zug abgefahren. Eine Genehmigung würde nicht erteilt werden, weil in wenigen Jahren andere Kommunen Gesamtschulen vorweisen können“, sagte Heike Laters und räumte ein, dass sie der Gesamtschule erst kritisch gegenübergestanden habe, sich dann aber habe überzeugen lassen.

Während des angeregten Geplauders schwanden zusehends Rosinenbrotstapel, Butterstück, Aufschnitt und selbst gemachte Marmeladen. Es blieben nur Anstandshappen übrig.

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