Camp Malta ist gestartet
Die Heide wird zum Wilden Westen

Metelen -

„So viel hatten wir lange nicht mehr“, sagt Lagerleiter Arndt Kock. Beim Camp Malta, dem Ferienlager des MHD, machen in diesem Jahr sage und schreibe 150 Kinder mit. Am Montag war Auftakttag in der Metelener Heide. Das Tageblatt schaute vorbei.

Montag, 07.07.2014, 18:00 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 07.07.2014, 18:00 Uhr

„Ich hab‘ einen!“ Stolz präsentiert Lorenz seinen soeben gefangenen Frosch. Zu Dutzenden hüpfen die Amphibien am feuchten Waldrand entlang. Gerade für die Jungen im Camp Malta ist es ein Riesenspaß, ihnen nachzustellen. So auch für Lorenz. Aber der Achtjährige erweist sich als Tierfreund: „Den lass ich natürlich wieder frei“ – spricht‘s und widmet sich wie seine Kumpels eifrig wieder der Froschsuche.

Beim Auftakttag im Ferienlager in der Metelener Heide war am Montag neben der Gruppeneinteilung erst mal gegenseitiges Kennenlernen angesagt. 150 Kinder im Alter von fünf bis zehn Jahren machen diesmal mit. „So viel hatten wir lange nicht mehr“, sagt Arndt Kock . Der MHD-Mann leitet das Camp bereits zum vierten Mal in Folge. Die Nachfrage nach dem Ferienspaß sei nach wie vor hoch, berichtet er. „Und da genug Betreuer vorhanden waren, haben wir uns entschlossen, die Teilnehmerzahl aufzustocken.“ Inklusive Küchenteam bevölkern somit mehr als 200 Personen die vom Bauern Werner Schürmann angepachtete Wiese nahe des ehemaligen Zooparks.

Viele der Begleiter sind schon seit Jahren dabei, haben selbst als Kind am Camp Malta teilgenommen. Nico Bodyn zum Beispiel ist schon zum 13. Mal mit von der Partie, Claudia Röttering ist nach fünfjähriger Familienpause wieder eingestiegen. Sophie Störmann gehört zu denjenigen, die selbst schon als Kind am Camp teilgenommen haben. Und da ist da noch Anni Teichler. Die ehemalige Erzieherin des Josef-Kindergarten gehört zum Urgestein des Ferienlagers. Auch wenn sie im Rollstuhl sitzt, ist sie wie selbstverständlich mit dabei. „Ich bin gerne unter den Kindern. Sie akzeptieren mich, so wie ich bin“, erzählt die 74-Jährige, deren Aufgabe es ist, die Jungen und Mädchen zu schminken. Wie genau, das dürfen die Kids selbst bestimmen. In diesem Jahr werden wohl vor allem Cowboy-und-Indianer-Motive gefragt sein, denn das Motto lautet „Wilder Westen“. Dann wird der Lagerleiter auch schon mal zum „Häuptling mit dem brennenden Haar“. Angesichts des roten Schopfes von Arndt Kock eine treffende Bezeichnung.

Die Lagerwiese mit dem nahen Wald, dem Gauxbach und der Heide ist ein idealer Tummelplatz für Ferienkinder. Langeweile ist ein absolutes Fremdwort beim Camp Malta. So war am Montag nach dem Kennenlernen Hüttenbau angesagt, in den folgenden Tagen werden Western-Accessoires gebastelt. Typische Lagerspiele stehen natürlich auch auf dem Programm für die Kinder, die täglich per Bus in die Heide gebracht werden. Der Großteil von ihnen stammt im Übrigen aus der Nachbarstadt Ochtrup. Stark vertreten ist insbesondere Welbergen. Gespannt sein dürfen die Kinder auch auf den Besuch der Feuerwehr sowie der Hundefreunde Nord-West-Münsterland. Wie gesagt, Langeweile wird in den kommenden Tagen nicht aufkommen – und zur Not sind ja da auch noch die Frösche, die sich überall im feuchten Gras verstecken . . .

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