Autokino in Steinfurt: Bilanz ist positiv
„Arbeit hat richtig viel Spaß gemacht“

Steinfurt -

Das Autokino in Steinfurt ist Geschichte – zumindest vorerst. Die Betreiber Stefanie und Tobias Hamer ziehen eine positive Bilanz des gut acht Wochen andauernden Projekts an der Dornierstraße.

Dienstag, 04.05.2021, 16:08 Uhr aktualisiert: 04.05.2021, 17:08 Uhr
Das Autokino in Steinfurt ist jetzt Geschichte – zumindest zunächst. Die Betreuung eines solchen Angebots ist sehr personalintensiv – gerade in Coronazeiten.
Das Autokino in Steinfurt ist jetzt Geschichte – zumindest zunächst. Die Betreuung eines solchen Angebots ist sehr personalintensiv – gerade in Coronazeiten. Foto: Axel Roll

„Die Resonanz war super. Und die Arbeit hat viel Spaß gemacht“ – Stefanie Hamer zieht eine positive Bilanz des Projekts „Autokino“, das am Sonntag beendet worden ist. „Wir haben kurz über eine Verlängerung nachgedacht, uns aber letztlich dagegen entschieden, da durch die Corona-Notbremse schon in den vergangenen beiden Wochen die Nachfrage nach Kinobesuchen erheblich zurückgegangen ist“, berichtet Stefanie Hamer, die das Angebot gemeinsam mit ihrem Mann Tobias seit Anfang März betrieben hat. Einige Veranstaltungen hätten sogar abgesagt werden müssen. „Wir haben allen die Kosten einschließlich Vorverkaufsgebühr erstattet“. Das sei „schon ein Batzen Geld“ gewesen.

Auch bei den Nachfragen per Telefon habe sie die Unsicherheit spüren können, wie etwa mit der Ausgangssperre umgegangen werden solle. „Schlechte Voraussetzungen für einen Kinobesuch.“

Insgesamt habe es aber viel Spaß gemacht, fasst Stefanie Hamer zusammen. Alle gut zehn Mitarbeiter einschließlich der Aushilfen hätten wieder richtig eingesetzt werden können. Die endgültige Auswertung sei noch nicht abgeschlossen, da verschiedene Rechnungen fehlten. „Aber wir können uns vorstellen, das Projekt zu einem späteren Zeitpunkt zu wiederholen.“ Die Form des Kinobesuches habe gerade aufgrund von Corona eine Renaissance erlebt. Ein Autokino als Dauerangebot lohne sich ihrer Ansicht nach „höchstens in größeren Städten“.

Zwischenzeitlich sei das Foyer des Kinos an der Horstmarer Straße neu gestrichen worden

Für das „normale Kino“ setzt Familie Hamer insbesondere auf die Familien als Publikum – einschließlich Popcorn und Getränken. „Aber das wird noch ein Zeitchen dauern, bis das wieder möglich ist.“

Sie hoffe vielmehr zunächst darauf, dass „bald“ die Außengastronomie öffnen dürfe.

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