Viel Musik beim „Sowieso“-Stadtfest
Cocktails mit Musik

Sendenhorst -

So schlimm, wie befürchtet, war das Wetter dann doch nicht. Und so gab es beim dreitägigen „Sowieso“-Stadtfest vor der Bühne am Rathaus überwiegend beste Unterhaltung. Die Bands gaben alles, und das Publikum rockte gerne mit.

Donnerstag, 04.07.2013, 14:18 Uhr

Es konnte eigentlich nur besser werden – mit Regen und herbstlichen Temperaturen begann am Freitag der erste „Sowieso“-Stadtfesttag.

Am Cocktailstand der Muko war noch wirklich viel los, Tische und Bänke wurden nach jedem Regenguss fleißig trocken gewischt. Auch das Publikum kam zunächst nur zögerlich. Das merkten auch die Realschulband und die Muko-Formation „Endlich Freitag“, die das Stadtfest eröffneten.

Als zweite Frontfrau von „Endlich Freitag“ trat zum ersten Mal neben Vanessa Winkler auch Aleyna Sekerci auf, die seit zwei Monaten mit der Band probt. Die Musiker spielten neben ihrem bekannten Repertoire auch ein paar neue Songs. Dann wurde die Bühne voll, denn die Sänger des Muko-Projekts von Hans Kinneging, „Hits mit Oldies und Kids“, zeigten, was sie in den vergangenen Monaten gemeinsam erarbeitet hatten.

Mit „Schuld war nur der Bossa-Nova“, „Aber bitte mit Sahne“ und „Marmor, Stein und Eisen bricht“ brachten die Musiker Stimmung auf den Rathausplatz. Dass sie auch rockig können, bewiesen die jungen und älteren Musiker mit „My Generation“. Für die Umbaupause hatten die Organisatoren eine gute Idee: Die A-cappella-Gruppe „Bridge Pop“ überbrückte mit einigen eingängigen Songs die Zeit bis Auftritt der nächsten Band.

Mit mehr als 90 Minuten Verspätung betraten dann „Los Tres Amigos“ aus Vorhelm die Bühne. Der Rathausplatz hatte sich zwischenzeitlich gefüllt, auch der Regen hatte ein Einsehen.

Das extrem lange Warten hatte sich für die Zuhörer gelohnt, denn die Band versprach Spaß pur. Hier war nicht alles so, wie es schien – die „Tres Amigos“ waren eigentlich sechs, und wie ihr voller Name „Los Tres Amigos Professionales Incontinencia de la Casita de San Antonio “ schon vermuten lässt, können die sechs Musiker nicht einmal Spanisch. Im Gegenteil, sagten sie mit einem Augenzwinkern: „Eine Voraussetzung, um hier zu spielen sind keine Spanischkenntnisse.“

So spielten sie mit ihrem amüsanten Spanisch-Kauderwelsch und extremen Spaß ihre Musik à la „Buena-Vista-Social-Club“ und brachten in kürzester Zeit kubanisches Flair vor das Rathaus.

Genial heizten sie mit Sonnenbrille und Sombreros den Chicas und Hombres mit lateinamerikanischen Rhythmen ein. Die Ska-Band „The Clerks“ bildete zu später Stunde den Abschluss eines gelungenen Stadtfest-Abends.

Am zweiten Tag setzte sich die gute Stimmung nahtlos fort. Auch das Wetter spielte mit und zeigte sich von seiner freundlicheren Seite. Mit der Muko-Band „ Bob K. & The Kraylars“ mit den Sängerinnen Luisa Homann und Lis Kinneging machten den Anfang.

Das weitere Programm war allerdings eher etwas für Gäste der härteren Musik-Gangart. Mit „Without Pants“ gab es ordentlich auf die Ohren. Die vier Jungs machten ihrem Namen alle Ehre und spielten tatsächlich „Without Pants“, also in Unterhosen. Bei Punkrock vom Feinsten ließen sich die Fans vor der Bühne nicht lange zum Pogotanzen bitten.

Die Musiker von „Wildland“ zeigten im Anschluss eindrucksvoll, wie Rock gemacht wird. Viele der Eigenkompositionen kannte das Publikum, unter denen viele Fans waren, bereits.

Und „Kings and boozers“ spielten zu fortgeschrittener Nacht in der „gute Stube“ von Sendenhorst ihre eigene Art Folkmusik, die – genau wie von den Veranstaltern zuvor angekündigt – „laut, rockig und dreckig“ war.

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