Fr., 02.06.2017

Choreografien von Yang Zhen im Pumpenhaus Zwischen Provinz und Metropole

Tradition vermischt sich mit Show auf der Bühne im Pumpenhaus.

Münster - Schwarz auf rot heben sich die Figuren von der Bühnenwand ab. Im Zentrum Chinas Ex-Präsident Mao Zedong, darum herum Figuren in Trachtenkleidung mit Pelzkappen und spitzen Hüten. Nach einer Weile ändert sich die Stimmung: Die Kleider sind nicht mehr rot, sondern grellbunt, und anstelle von einfachen, sich wiederholenden Klängen tönt eine E-Gitarre aus den Lautsprechern. Von Isabell Steinböck

Fr., 02.06.2017

Stars des Mariinsky-Balletts freuen sich auf Auftritt in Münster Ein Fischer übt Verzicht

Freuen sich auf die Aufführung: (v.l.) Yelisi Shepelev (Designer), Bernd Theiling (Sparkasse Münsterland-Ost), Donvena Pandoursky (Choreografin), Tatiana Tkachenko, Yulia Makhalina, Roman Belyakov, Uta Ramme (Tanzwerk e.V.), Alexander Sergeev und Elena Yeveyeva.

Münster - Sieben Maseratis fuhren vor, um die Tanzstars, allesamt Solisten des Mariinsky-Balletts aus St. Petersburg, am Freitag von der Pressekonferenz im Mövenpick-Hotel zum Friedenssaal zu fahren. Feierlich war dort der Empfang mit Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Münster. So groß und aufwendig sind die Vorbereitungen für die Ballett-Premiere von „Enoch Arden“. Von Ulrich Coppel


Fr., 02.06.2017

Faszinierendes Jugendtanzprojekt des Sinfonieorchesters Großartiger Todestanz

Einschwebende Tänzer: Ein Bild, das sich den Besuchern im Theater besonders einprägte.

Münster - Igor Strawinskys Ballettmusik „Le Sacre du Printemps“ war bei der Uraufführung 1913 in Paris das Skandalstück schlechthin. Was heute als „Klassiker der Moderne“ bezeichnet wird, stieß damals wegen der rhythmischen Verschlingungen und klanglichen Dissonanzen auf Unverständnis. Von Ulrich Coppel


Fr., 02.06.2017

Ökumenischer Pfingstmontag in Münster Kirchen suchen den Schulterschluss

Präses Annette Kur­schus predigt in Münster auf dem Domplatz.

Münster - Pfingsten wird auch als Geburtsfest der Kirche bezeichnet. Es hat sich seit vielen Jahren die bewährte Tradition eingebürgert, dass Katholiken und Protestanten den Pfingstmontag in ökumenischer Verbundenheit mit Gottesdienst und Begegnung feiern. In diesem Jahr, 500 Jahre nach der Reformation, rücken die Konfessionen bewusst noch enger zusammen. Von unseremRedaktionsmitgliedJohannes Loy


Fr., 02.06.2017

Marl ist ein perfekter Satellit für die internationale Ausstellung „Skulptur-Projekte 2017“ Zwei ungleich schöne Schwestern

Schwestern in Kunst: Als Pendant zur Kirschensäule in Münster hat Thomas Schütte in Marl eine Melonensäule aufgestellt. Und die Pferde-Performance von Reiner Ruthenbeck von 1997 ist bis 1. Oktober sonntags in Marl zu sehen.

Marl/Münster - Zwei ungleiche Schwestern – da ist ein Vergleich besonders lohnend. Das Kuratorenteam der Skulptur-Projekte um den künstlerischen Leiter Kasper König hat sich für die fünfte Ausgabe der internationalen Ausstellung nach einer Satelliten-Stadt umgeschaut (in Afrika und Amerika). Aber warum in die Ferne schweifen? Marl liegt so nah. Von unserem                      Redaktionsmitglied           Gerhard H. Kock


Fr., 02.06.2017

Die spektakuläre Ausstellung „Von Christo bis Kiefer“ im Kunstmuseum Pablo Picasso Spuren von Pan und zerbrochenes Porzellan

Julian Schnabel schuf das riesige Bild „Flaubert’s Letter to his mother“. Auf dem hölzernen Malgrund befindet sich zerbrochenes Geschirr.

Münster - Der spanische Künstler Miguel Barceló gilt manchen als „neuer Picasso“. Welche Gründe es dafür gibt, lässt sich derzeit womöglich in Münsters Picassomuseum ablesen. Dort hängt in der neuen Ausstellung „Von Christo bis Kiefer“ ein wuchtig-dunkles Gemälde Barcelós mit dem Titel „Ahab“. Von unseremRedaktionsmitgliedHarald Suerland


Do., 01.06.2017

Apostelkirche und Haus der Niederlande zeigen Kunstwerke von Käthe Kollwitz und Lotta Blokker Liebevoller Blick auf den Menschen

Konzentriert und ernst: Das Selbstporträt der Künstlerin Käthe Kollwitz zieht im Chorraum der Apostelkirche die Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich.

Münster - Vor fünf Jahren zogen die Skulpturen Ernst Barlachs in der Apostelkirche und an weiteren Schauplätzen bei einer Ausstellung des Kirchenkreises Münster die Aufmerksamkeit auf sich. In diesem Sommer, 500 Jahre nach der Reformation, dürfen sich Kunst- und Kulturfreunde erneut auf die Spuren großer Kunst begeben. Von Johannes Loy


Do., 01.06.2017

Packende „Karlos!“-Inszenierung im Zwinger Dramatisch, aber nicht pathetisch

Der Marquis (Zeha Schröder, l.) besucht Karlos (Stefan Nászay) im Gefängnis.

Münster - Schon der Weg zur Bühne wirkt wie eine Inszenierung. Durch den dunklen Wehrgang des Zwingers geht es zu einer Kammer, in der an den Wänden mehrere Reihen Bierbänke für das Publikum stehen. In einer Mauernische an der Stirnseite des Raumes kann man einen hohen Sessel aus Leder ausmachen. Von Helmut Jasny


Do., 01.06.2017

Finales Konzert der Klang-Zeit-Werkstatt Hochzeit von Himmel und Hölle

Das Ensemble mit Matias de Oliveira Pinto (Cello), Dirigent Valerio Sannicandro und Sängerin Andión Fernández. bei der Aufführung des Werkes von Jeffrey Ching.

Münster - Die „Hochzeit von Himmel und Hölle“ – das klingt abgedreht und nach „Fantasy“, so wie die um 1800 entstandene Dichtung von William Blake, die wiederum inspirierend war für den Komponisten Jeffrey Ching. Er hat diese merk- und denkwürdige Hochzeitszeremonie vor einigen Jahren in Klänge gegossen. Von Chr. Schulte im Walde


Mi., 31.05.2017

Germanicus-Ausstellung im Römermuseum Haltern In Rom regnete es Rosenblätter

Rosenblätter regnen auf das römische Pflaster: Der Museumsbesucher kann sich im Römermuseum Haltern in den Triumphzug für den vermeintlichen Germanenbezwinger Germanicus einreihen. Münzen und Reliefs zeigen, wie ein solcher Triumphzug vor 2000 Jahren ablief.

Haltern - Das Römermuseum in Haltern ist kaum wiederzuerkennen. Der Besucher begibt sich gewissermaßen auf das Straßenpflaster Roms. Es regnet Rosenblätter, die Menschenmenge jubelt dem triumphierenden Feldherrn zu. Von unseremRedaktionsmitgliedJohannes Loy


Mi., 31.05.2017

„Die Judenbuche“ gibt es jetzt als Graphic Novel Lob für „Schnitt-Technik“ der Droste

Claudia Ahlering schuf die Illustrationen in Grau- und Sepia-Tönen, der Fotojournalist Julian Voloj entwickelte das Script zur Graphic Novel „Die Judenbuche“.

Münster - Wo könnte man die berühmte Novelle „Die Judenbuche“ besser vorstellen als im Rüschhaus? Dort, wo Annette von Droste-Hülshoff große Teile davon zu Papier brachte – und wo sich die Bäume so düster-romantisch ins Mondlicht reckten wie auf den Seiten des neuen Buches. Von Arndt Zinkant


Mi., 31.05.2017

Die letzte Talkschau von Elfriede Möllenbaum vor der Sommerpause Intime Geständnisse und zarte Verse

Elfriede Möllenbaum hatte mit Prof. Dr. Jan Achim Lichtenberger, Matthias Menne und Markus von Hagen (v. l.) wieder illustre Gäste zur Talkschau geladen.

Münster - Achim Lichtenbergers Berufsplanung war von vornherein zutiefst vernunftsbasiert. Als zukünftiger Volkswirt würde man schon sein Auskommen haben. Doch dann führte eine „Herz über Kopf“-Entscheidung dazu, dass Lichtenberger als junger Mann trotz sogar bereits vollzogener Einschreibung an der Uni nicht eine VWL-Vorlesung besuchte. Stattdessen studierte er lieber Archäologie. Von Ulrich Coppel


Mi., 31.05.2017

„Mutoto Chaud“ gab mitreißendes Gastspiel in der Waldorfschule Raserei, Rausch und Rhythmus

Immer wieder bauten die Akrobaten von „Mutoto Chaud“ in Windeseile Pyramiden wie diese hier.

Münster - Von der Wiege der Menschheit zum Katastrophen-Kontinent – für Afrika schien das nur ein Wimpernschlag. Sklavenhandel und Kolonisation dominierten früh die afrikanische Geschichte – wie der Europäer sie kennt. Als die kongolesische Theater- und Tanztruppe „Mutoto Chaud“ im Großen Saal der Waldorfschule Münster auftrat, rückte jedoch das Szenario afrikanischer Traditionen in den Blick. Von Günter Moseler


Di., 30.05.2017

Interview mit der Projektleiterin der Skulptur-Projekte: Imke Itzen „Das kriegen wir hin!“

Kopfüber ins Vergnügen: Für Projektleiterin Imke Itzen hat die kritische Bauphase der Skulptur-Projekte begonnen.

Münster - Noch zehn Tage, dann werden die Skulptur-Projekte 2017 eröffnet. Seit über zwei Jahren laufen die Vorbereitungen; an vielen Stellen der Stadt haben vor Kurzem die Bauarbeiten begonnen, jetzt müsste der Tag im Ausstellungsteam mehr als 24 Stunden haben. Von Gerhard H. Kock


Mo., 29.05.2017

Adam Riese verlegt seine Erfolgsshow vom Pumpenhaus in die Cloud Punkerin hat rebellische Töchter

Adam Riese (weißer Anzug) hatte in seiner letzten Pumpenhaus-Show Ingo Pohlmann (r.) zu Gast.

Münster - Adam Riese wartete bis zur letzten Minute, um dann seine Bombe zu zünden: „Dies ist die letzte Adam-Riese-Show“ – den Fans stockte der Atem – „im Pumpenhaus.“ Von Arndt Zinkant


Mo., 29.05.2017

Festival „Klang-Zeit-Werkstatt“ eröffnet Papierdrachen tanzt in den Ohren

Klang und Raum stehen beim „Klang-Zeit-Werkstatt“-Festival diesmal im Mittelpunkt der Konzerte.

Münster - Was macht der Raum mit der Musik, die in ihm erklingt – und was macht die Musik mit dem Raum, der sich ihr bietet? Dieser Frage spürt die „Klang-Zeit-Werkstatt“ nach, jenes Festival, das am Sonntag in der Musikhochschule eröffnet wurde und quasi beerbt, was 25 Jahre lang als „Musik unserer Zeit“ für spannende Begegnungen gesorgt hat. Von Chr. Schulte im Walde


Mo., 29.05.2017

Tilman Rademachers „Letzte Runde“ im Bühnenboden Mit Alkohol und Aspirin

Tilmann Rademacher las zu Deutschlands Droge Nummer eins: Alkohol.

Münster - Die Hand zittert, als Tilman Rademacher die Aspirin-Brausetablette ins Mineralwasser rührt, schnell die gelbliche Flüssigkeit herunterstürzt und anschließend die Gäste begrüßt. Rademacher lädt zur „Letzten Runde“ in den Kleinen Bühnenboden an der Schiller­straße, ein Tablett mit eiskaltem Korn steht bereit. Für die Zuschauer, sagt der gebürtige Münsteraner. Von Heike Eickhoff


Mo., 29.05.2017

Kultur Fahrradständer-Skulptur in Marl

Fahrradmonument von Artschwager

Münster - Das Skulptur-Projekt „Fahrradständermonument B“ von 1987 ist jetzt von seinem alten Standort vorm Schloss ans Skulpturenmuseum „Glaskasten“ umgesetzt worden. Das Kunstwerk von Richard Artschwager (1923-2013) ist ein Exponat der Ausstellung „The Hot Wire“. „Der heiße Draht“ ist vom Sonntag (4. Juni) bis zum 1. Oktober eine Kooperation der Skulptur-Projekte Münster und der Stadt Marl.


So., 28.05.2017

Ayad Akhtars Erfolgsstück im Kleinen Haus Koran-Debatte zum Salat

Noch ist die Party nett: Das Gastpaar (v. l. Christoph Rinke und Natalja Joselewitsch) und die Gastgeber (Jonas Riemer und Claudia Hübschmann) haben Spaß.

Münster - Als Vorspeise gibt es einen Fenchel-Anchovis-Salat, der laut Emily ganz einfach zubereitet wird: Man schneidet alles klein. Künstlerin Emily ist die Frau von Anwalt Amir, der sich am Beginn einer großen Karriere in New York sieht. Wäre da bloß nicht dieser Islam-Hintergrund, über den er beim Abendessen mit Freunden vom Leder zieht. Von unseremRedaktionsmitgliedHarald Suerland


So., 28.05.2017

Ballettschule Interdance im Großen Haus Die Liebe trägt den Sieg davon

Dornröschen alias Prinzessin Aurora (Leonie Baumann) bezaubert Prinz Désiré (Ulian Topor). Rechts Thoriso Magongwa als Blauer Vogel.

Münster - Sehnsuchtsvoll irrt Prinz Désiré durch den blau beleuchteten Zauberwald. Er ist auf der Suche nach der schönen Aurora. Doch immer dort, wo die Prinzessin auftaucht, stellen sich ihm fantastische Gestalten in den Weg. Erst sind es drei Feen, die ihn vor der geliebten Erscheinung zurückhalten, dann kleine Waldgeister. Von Isabell Steinböck


So., 28.05.2017

Starke Aufführung im Pumpenhaus Auf der Nachtseite Hollywoods

Chiel van Berkel spielt den Pfleger der alten Diva.

Münster - Flackerndes Licht, klapprige Möbel und ein havarierter Kühlschrank bestimmen die Szenerie, und wenn man das Radio einschaltet, sprühen im Sicherungskasten die Funken. Glamour ist das nicht gerade, womit Abattoir Fermé im Pumpenhaus „The L.A. Play“ eröffnet. Von Helmut Jasny


So., 28.05.2017

Ausgeklügelte Konzert-Dramaturgie Mitreißendes „Victimae“

Thomas Schmitz gestaltete das letzte Orgelkonzert in der Osterzeit

Münster - Die Hochdruck-Tuba in Münsters Domorgel ist zwar keine Spanische Trompete – aber allemal geeignet, das „Victimae paschali laudes“ hinauszuposaunen. Und das tat sie am Samstag beim letzten Orgelkonzert in der Osterzeit dann auch, als Domorganist Thomas Schmitz fantasievoll jene Gedanken in Klang umsetzte, die der Komponist Hans Dieter Möller zur gregorianischen Ostersequenz zu Papier gebracht hatte. Von Chr. Schulte im Walde


So., 28.05.2017

Ein Hörspiel mit starken Schauwerten Margot Honecker singt im Altenheim

Hörspiel auf der Bühne: Benedikt Thönes, Andrea Spicher, Linn Sanders, Musiker Jonas Nondorf und Dominik Paul Weber erzählen die Geschichte der noch immer existierenden DDR.

Münster - In Simon Urbans im Jahr 2011 erschienenem Roman „Plan D“ hat es die deutsche Wiedervereinigung nicht gegeben. Stattdessen wurde die DDR wiederbelebt – mit Egon Krenz an der Spitze und russischen Gas-Pipelines, die für westliche Devisen sorgen sollen. So weit, so gut. Doch dann gibt es einen Mord, und das ganze schöne Projekt droht zu scheitern. Von Helmut Jasny


Sa., 27.05.2017

Junges Theater Cactus zeigt im Kap.8 die Neuproduktion „Esperanza“ Ein paar Fragen zur Ehre

Die Ehre kann zu problematischen Situationen führen – nicht nur zwischen Mann und Frau.

Münster - „Ehre“ – das klingt in modernen Zeiten geradezu altertümlich, leicht muffig. Dabei ist das ein wirkmächtiges Phänomen, wer an Ehrenmord und unehrenhafte Entlassungen denkt. Von Gerhard H. Kock


Fr., 26.05.2017

Messiaen-Reihe mit Nowak in St. Lamberti Tirilieren zu Kirchenfenster-Akkorden

In der Messiaen-Reihe wird die Kirche illuminiert.

Münster - Blau und Rot für die „Himmelfahrt“ – die Säulen der Lambertikirche waren auch beim zweiten Konzert der Messiaen-Reihe, die Tomasz A. Nowak zum 25. Todestag des Pariser Komponisten präsentierte, illuminiert. Von Chr. Schulte im Walde


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