Do., 04.07.2019

„Jusi“ spielte Beethoven und Tschaikowsky Das Publikum tobte

Dorel Golan spielte Tschaikowskys Klavierkonzert.

Münster - Die Wertschätzung großer Kollegen gilt bei großen Künstlern vorzugsweise sich selber. Ludwig van Beethoven rechnete seinen Ruhm großzügig auf Jahrhunderte hoch, Peter I. Tschaikowsky haderte mit seinem Ruf als begnadeter Populist. Von Günter Moseler

Do., 04.07.2019

Auftakt des Droste-Festivals im Haus Rüschhaus Rebellin Annette als Vorbild

Im Garten von Haus Rüschaus wurde das Droste-Festival zum Thema „This is a woman’s world“ eröffnet.

Münster - Auf Annette von Droste-Hülshoff ist Sharon Dodua Otoo während ihres Germanistikstudiums in London gestoßen. Da war sie nicht gerade begeistert. Von Helmut Jasny


Do., 04.07.2019

Musik-Campus für Münster Campus mit Leuchtturm-Potenzial

Ziehen bei den Plänen für einen Musik-Campus an einem Strang: Oberbürgermeister Markus Lewe und Universitätsrektor Prof. Dr. Johannes Wessels. Der Raumbedarf wurde beziffert, jetzt geht es an die Standortfrage.

Münster - Endlich liegen belastbare Fakten, Daten und Pläne für einen Musik-Campus in Münster auf dem Tisch. Oberbürgermeister Markus Lewe und Universitätsrektor Johannes Wessels stellten jetzt ein entsprechendes Gutachten vor. Der Campus, an dem Musikschule, Musikhochschule und Sinfonieorchester sowie weitere Kulturvertreter eine neue Heimat finden sollen, soll 17 500 Quadratmeter Fläche bieten. Von Johannes Loy


Mi., 03.07.2019

Künstler der Kunstakademie zeigen im Wewerka-Pavillon „Why!“ Wenn „Etwas“ ein „Du“ wird

Ein winziges Etwas hoppelt in den Abendstunden im Wewerka-Pavillon herum. Als „Wesen“ löst es Gedanken und Emotionen aus.

Münster - Das Terrarium ist scheinbar leer. So leer wie ein Zimmer mit Mücke. Was die Mücke fürs Ohr, ist der Hexbug fürs Auge. „Entdecke eine völlig neue Tierart“, heißt es seit Dienstagabend im Wewerka-Pavillon. Im gläsernen Ausstellungsraum der Kunstakademie am Aasee hat eine Gruppe von Studierenden eine synthetische Lebendigkeit als winzige Projektionsfläche in Bewegung ausgesetzt und eingesperrt. Von Gerhard H. Kock


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Mo., 01.07.2019

Studentenkantorei konzertierte in der Universitätskirche Zwischen Tragik und Tango

Studentenkantorei und Orchesterakademie unter Ellen Beinert in der Observantenkirche

Münster - Bekenntnisse eines Künstlers verraten selten exklusive Geheimnisse: „Die meisten Menschen haben heute keinen Glauben, keine Liebe und keine Ideale mehr. Die geistige Dimension geht verloren. Ich will den Seelen Nahrung geben. Das predige ich in meinen Werken“, so wurde der lettische Komponist Pēteris Vasks (*1946) im Programmzettel des Observantenkonzerts zitiert. Von Günter Moseler


Mo., 01.07.2019

Hendrikje Winters Puppenspiel in der Gartenakademie Muntere Maulwurfsgeschichte auf der Schubkarre

Wer hat dem Maulwurf auf den Kopf gemacht? Hendrikje Winter geht mit ihren Puppen auf Spurensuche.

Münster - Die kleinen Gäste der Gartenakademie scheinen das Stück zu kennen. Als Max Schätzke sie fragt, ob sie denn wissen, wer dem kleinen Maulwurf auf den Kopf gekackt hat, rufen alle: der Hund, der Hund. Okay, aber das müssen sie jetzt schnell vergessen, sonst sei ja die ganze Spannung weg. Keine leichte Aufgabe für Kinder ab vier Jahren, etwas zu wissen und es gleichzeitig nicht zu wissen. Von Helmut Jasny


Mo., 01.07.2019

Adam-Riese-Show mit Frank Goosen, Michael Voss und Judith O’Higgins Diesmal rollten auch einige Köpfe

Adam-Riese-Show mit Frank Goosen, Michael Voss und Judith O’Higgins: Diesmal rollten auch einige Köpfe

Münster - Dass in einer Show mit so hohem Spaß-Faktor so viele Köpfe rollen könnten wie am Sonntagabend, würde der erfahrene Riese-Fan nicht erwarten. Klingt makaber, war es zum Teil auch. Der Grund: Erster Talkgast des Abends war die Pathologin Judith O’Higgins – die vom Moderator mit dem spektakulärsten Mordfall in Münsters Nachkriegsgeschichte eingeführt wurde. Von Arndt Zinkant


So., 30.06.2019

Hitzige Debatte um Musik-Campus „Versemmelt es nicht noch einmal!“

Debatte zwischen neuer Sachlichkeit und teilweise alter Polemik: Die Podiumsteilnehmer waren im Landesmuseum ganz und gar nicht auf einer Linie: Generalmusikdirektor Golo Berg, Musikschuldirektorin Friedrun Vollmer, Moderator Rainer Bode, Stefan Rethfeld (Initiative Schlossplatz), der frühere VHS-Chef Hans Gummersbach und Heiko Winkler (Freunde und Förderer des Sinfonieorchesters Münster).

Münster - In der Debatte um ein Musik- und Kulturforum in Münster wird der Ton schärfer. Vertreter dreier Konzepte stellten am Samstag im Landesmuseum ihre Visionen vor und kamen sich dabei nicht grundsätzlich näher. Von Johannes Loy


Fr., 28.06.2019

AaSeerenaden läuten am nächsten Wochenende den Hochsommer ein Wagner auf der Seebühne

Golo Berg dirigiert das Sinfonie­orchester der Stadt Münster.

Münster - Die zehnten AaSeerenaden stehen vor der Tür: Das Sinfonie­orchester Münster wird auch bei den diesjährigen „AaSeerenaden“ einen zentralen Beitrag liefern: Es gestaltet unter der Leitung von Generalmusikdirektor Golo Berg am 6. Juli das Wagner-Konzert „Zu dir, Frau Venus, kehr ich wieder in deiner Zauber holde Nacht“. Von unseremRedaktionsmitgliedHarald Suerland


Fr., 28.06.2019

Cactus Junges Theater zeigt im Pumpenhaus „Der Garten“ Pantomimisch begleitetes Hörspiel

Wie Barbie-Puppen, die sich marionettenhaft auf dem Kunstrasen bewegen, erscheinen die Akteurinnen des neuen Stücks von Cactus Junges Theater. Es handelt von Sexualität und der Macht und Ohnmacht gegenüber dem anderen Geschlecht.

Münster - Wie lebensgroße Barbie-Puppen erscheinen sie auf der Bühne, jede bis zur Unkenntlichkeit geschminkt, einige sogar noch in Zellophan verpackt. Vor ihren Füßen ein bunter Kleiderhaufen, in dem sie nach Individualität wühlen, während Stimmen aus den Lautsprechern über Stars und deren Schönheit diskutieren und darüber, ob man operativ nachhelfen soll. Von Helmut Jasny


Di., 25.06.2019

„Atelier+“ mit „schau!“ im Landeshaus Beeindruckende Entwicklungen

Takhmina malt ursprünglich Gegenständliches wie die „Blaue Vase“, hat aber mit mutigen malerischen Erkundungen begonnen;   Takhmina (o.) malt ursprünglich Gegenständliches wie die „Blaue Vase“, hat aber mit mutigen malerischen Erkundungen begonnen; Lothar Hähnelt (r.) lässt seinen „Traum“ einen grünen Schatten werfen, und Laetitia Buse malt auf und mit Alufolie.

Münster - Das „Atelier +“ ist immer eine „Colorado“-Mischung – bunt und überraschend. Über 40 Künstlerinnen und Künstler nutzen regelmäßig das offene Mal- und Zeichenatelier des Vereins „Soziale Teilhabe und Psychische Gesundheit“. 22 zeigen ihre neusten Arbeiten in der Ausstellung „schau!“ im Landeshaus. Und die sind bunt und überraschend. Von Gerhard H. Kock


Di., 25.06.2019

„Du bist ich. Töte mich“ im neuen Atheater Multilinguale Revolte

Maria Bayarri Perez und Andrej Lazarev spielten trotz widriger Umstände die Premiere von „Du bist ich. Töte mich“.

Münster - Wenn man unbedingt das Ziel erreichen möchte, dann hat man eine Chance – sonst nicht. Die Chancen für die Premiere von „Du bist ich. Töte mich“ standen denkbar ungünstig . . . Von Ulrich Coppel


Mo., 24.06.2019

14. Freie Gartenakademie mit dem Thema „Niederlande“ Pflanzen aus China wiederentdeckt

Prof. Dr. Paul Keßler aus Leiden (Niederlande) und Prof. Dr. Kai Müller (Botanischer Garten Münster) freuten sich im Garten des Gastgebers der Gartenakademie, Wilm Weppelmann (v.l.).

Münster - Der Untertitel der Veranstaltung in Wilm Weppelmanns Gartenakademie klingt stolz und selbstbewusst: „Botanische Gärten in den Niederlanden: Lange Geschichte und blühende Zukunft“. Von Wolfgang A. Müller


Mo., 24.06.2019

Theaterprojekt von Soglio und Kerklau mit Migranten und Geflüchteten In der Liebe gewinnen oder verlieren beide

„Was ich liebe . . .“ nennen Annelise Soglio und Manfred Kerklau ihr Theaterprojekt.  Das Theaterprojekt von Annelise Soglio und Manfred Kerklau hat jetzt Münster-Premiere im Kreativ-Haus.

Münster - Ein junger Mann und eine junge Frau stehen auf der Bühne und schauen ins Publikum. Noch mehr als die Zuschauer scheint sie aber der jeweils andere zu interessieren. „Was ich liebe . . .“ nennen Annelise Soglio und Manfred Kerklau ihr Theaterprojekt mit jungen Migranten und Geflüchteten erarbeitet haben. Von Helmut Jasny


Mo., 24.06.2019

Studierendenprojekt in der rappelvollen Überwasserkirche Harte Brocken gemeistert

Die Überwasserkirche was beim Konzert des Studienprojekts rappelvoll – auf der Bühne und in den Bänken.

Münster - Die große Orgel tönt im stärksten Tutti, das Orchester mobilisiert all seine verfügbaren Kräfte, der Chor jubiliert aus vollen Kehlen – Anton Bruckners „Te Deum“ könnte die dicksten Mauern von Jericho im Nu atomisieren. Die Überwasserkirche allerdings hielt den Klangmassen stand und bot die beeindruckende Kulisse für Bruckners überbordendes Gotteslob. Von Chr. Schulte im Walde


Mo., 24.06.2019

„Kommen und Gehen“ in der Schulstraße Viele Linien und einige Steine

Frederike de Graft lässt einen Graphitstift kreisen.

Münster - Es gibt diesmal viele Linien in der Übergabe-Ausstellung „kommen und gehen“. Ein Zufall. Denn Stipendiaten der Kunstakademie in der Ateliergemeinschaft Schulstraße geben sich in dieser Woche die Klinke in die Hand: Frederike de Graft und Angelika Rauf gehen, dafür kommen Malte Frey und Sophia Korhammer. Von Gerhard Heinrich Kock


So., 23.06.2019

Fass-Schieber geben den Takt vor Générik Vapeur setzen den Flurstücke-Höhepunkt mit ihrer Fässer-Parade

Blutrot erscheint die Szenerie, als die Parade aus Fässer-Trägern am Samstagabend über den Michaelisplatz Richtung Dom marschiert.

Münster - Wer in Münster am Samstagabend nicht wusste, dass gerade „Flurstücke“-Festivalzeit ist, der hätte dem Bild auch etwas Apokalyptisches abgewinnen können. Dabei waren es „nur“ die Fässerschieber der französischen Gruppe „Générik Vapeur“. Von Petra Noppeney, Gerhard H. Kock


So., 23.06.2019

Punch Agathe nebst skurrilem Gefolge am Aasee Keine Angst vor aufgeblasenen Typen

Auch ein Riesenkasper wie Punch Agathe muss sich mal ausruhen.

Münster - Münsters Radfahrer sind einiges gewöhnt. Die Begegnung mit einem Nilpferd auf dem Radweg gehört nicht dazu. Und so weichen einige am Samstagnachmittag an der Himmelreichallee kreischend auf die Fahrbahn aus, als das Schwergewicht auf der Brücke über der Aa plötzlich die Richtung ändert und zu den Aasee-Treppen stapft. Von Petra Noppeney


So., 23.06.2019

„Fat Facts“ auf der Stubengasse Raffiniertes Schauspiel über Zucker-süßes Leben

Ambivalente Süße: Ása Ástardóttir badet in Zucker und beklagt mangelnden Respekt für mollige Menschen. Ob die Kinder wissen, welche Folgen das süße „Gift“ für ihr Leben hat?

Münster - Aktueller kann eine Arbeit kaum sein. Erst kürzlich stellt sich Deutschlands Landwirtschafsministerin mit einem Nestlé-Manager vor die Kamera, um den Konzern dafür zu loben, dass das Unternehmen freiwillig unter anderem Zucker in seinen Lebensmitteln reduziert. Eine gesetzliche Regulierung lehnt die CDU-Politikerin ab. Das rief einen Shitstorm hervor, Verbraucherschützer laufen Sturm. Von Gerhard H. Kock


So., 23.06.2019

„Hide and See(k)“ von KompleX KapharnaüM im Hansaviertel Hinter die Fassaden geschaut

Auf den Wänden ein Blick hinter die Fassaden: „Hide and See(k)“ stellte Menschen aus dem Hansaviertel vor.

Münster - „Hansaviertel?“ fragen die Neuankömmlinge. „Das ist schön!“, entgegnet eine männliche Stimme. Eine von vielen, die das französische Künstlerkollektiv KompleX KapharnaüM eingesammelt hat, um daraus ein mosaikhaftes Bild des Kiezes zwischen Hauptbahnhof und Hafen zu entwerfen. Von Wolfgang A. Müller


So., 23.06.2019

Gintersdorfer/Klaßen: Institut für unvorhergesehene Zusammenarbeit Dauerschnellproduktionstheater

Bauhaus-Gymnastik: Carlos Gabriel Martínez windet sich um zwei Stühle, die Knut Klaßen entworfen hat.

Münster - Plötzlich habe jemand vor ihm gestanden, schmunzelt Knut Klaßen, und gesagt: „Institut für unvorhergesehene Zusammenarbeit? Hey, hier bin ich!“ Ein gutes Omen für die Partizipationsfreude der Besucher des am ehemaligen Lindenhof errichteten Pavillons. Von Wolfgang A. Müller


So., 23.06.2019

Vor jeder Sitzung Zwetschgen zwitschern „Zungenbrecher – die Geste des Sprechens“ von Friederike Koch und Christof Debler

Die Sitzsäcke wurden zu Lachsäcken: „Zungenbrecher“ am Aasee rührte an alles Allzumenschliche.

Münster - Es gibt solches und solches Lachen. Friederike Koch und Christof Debler sorgen für die menschlichstes Form: ein humanistische Lachen. Über Fehler, Schwächen, Unzulänglichkeiten. Und alle lachen mit. Anrührend, herrlich, verbindend. Von Gerhard H. Kock


So., 23.06.2019

„Flurstücke“ in Münster mit großer Bandbreite zwischen Feuerwerk und akustischer Intervention Fröhlicher Ausnahmezustand

Am Aasee machten die Besucherinnen und Besucher des Flurstücke-Festivals Bekanntschaft mit einem Nilpferd. Es war aber nicht den Untiefen des Sees entstiegen, sondern zählte zum „Punch-Agathe-Panoptikum“.

Münster - Die Stadt Münster war auf den Beinen, und das bis spät in die Nacht. Die dritte Ausgabe der „Flurstücke“, alle vier Jahre in Münster zu erleben und zu bestaunen, bildete auch diesmal die ganze künstlerische Bandbreite ab und begeisterte rund 30 000 Zuschauer und Zuhörer. Vom Wortbeitrag über minimalistische Akustik-Interventionen bis hin zum tosenden Fässer-Finale. Von unserenRedaktionsmitgliedernGerhard H. Kock,Petra Noppeney undJohannes Loy


Sa., 22.06.2019

Flurstück: „The Curve“ im Preußenstadion Ziemlich dünn

Flurstück: „The Curve“ im Preußenstadion: Ziemlich dünn

Münster - „Zugabe“, brüllt jemand kurz vor zehn. Dann vergnügt sich das 500 bis 600 Köpfe zählende Publikum in der Fiffi-Gerritzen-Kurve des altehrwürdigen Preußenstadions von 1926 noch eine Weile selbst und übt „La Ola“. Denn viel war es nicht, was es zu sehen oder vielmehr zu hören gab. Von Johannes Loy


Fr., 21.06.2019

Das Borchert-Theater fordert „Europa denken!“ in der neuen Spielzeit Ein lachender König kommt aus Italien

Borchert-Theater-Intendant Meinhard Zanger und seine Chefdramaturgin Tanja Weidner

Münster - Gibt es eine deutsche Leitkultur beim Kauf eines Grills? Die Frage mag berechtigt sein, wenn deutsche und türkische Mitglieder eines Tennisclubs ihre unterschiedlichen Leckereien auf den Rost legen wollen – wie im Theaterstück „Extrawurst“ von Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob. Von unseremRedaktionsmitgliedHarald Suerland


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