Prozesse
Polizisten wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht in Moers

Moers (dpa/lnw) - Zwei Polizisten müssen sich ab diesem Montag wegen fahrlässiger Tötung in Moers vor Gericht verantworten. Vor zwei Jahren sollen sie einen 46-Jährigen entgegen einer Dienstanweisung von der Polizeiwache in Moers nicht zu seiner Wohnung gebracht, sondern mehrere Kilometer entfernt abgesetzt haben. Der 46-Jährige lief mit 3,5 Promille Alkohol im Blut auf die Fahrbahn, wurde von einem Wagen erfasst und getötet.

Sonntag, 04.12.2016, 10:32 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 04.12.2016, 10:23 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 04.12.2016, 10:32 Uhr

Die Polizei hatte sich des Mannes angenommen, weil er in Moers in ein Krankenhaus gegangen war und sich dort einfach in ein Bett gelegt hatte. Vorher hatte er von einer anderen Klinik bereits einen Platzverweis bekommen. Außer Alkohol hatte er auch Heroin im Blut.

Die 30 und 33 Jahre alten Beamten sollen ihrer Dienststelle gegenüber behauptet haben, dass sie den Mann zu seiner Wohnung gebracht hätten. Der Unfallfahrer ist bereits in einem anderen Verfahren verwarnt und unter Vorbehalt zu einer Geldstrafe von 2700 Euro verurteilt worden. Das Gericht ging davon aus, dass dieser Fahrer unaufmerksam und zu schnell unterwegs war.

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