Luftverkehr
Airport Weeze wehrt sich gegen Einstufung

Düsseldorf (dpa/lnw) - Der Flughafen Weeze am Niederrhein wehrt sich gegen die Einstufung als lediglich «regionalbedeutsam». Im Entwurf für den Landesentwicklungsplan werden die Flughäfen Düsseldorf, Köln/Bonn und Münster/Osnabrück (FMO) als «landesbedeutsam» eingestuft. Die Flughäfen Dortmund, Paderborn/Lippstadt und Weeze sind aus Sicht der Landesregierung dagegen nur «regionalbedeutsam». FMO habe aber nicht einmal 50 Prozent des Aufkommens von Weeze und Dortmund, monierten Vertreter des Flughafens am Niederrhein am Montag in Düsseldorf. Auch der Flughafen Dortmund nannte die Kategorisierung «enttäuschend und nicht nachvollziehbar».

Montag, 05.12.2016, 14:32 Uhr

Der Flughafen Weeze wehrt sich gegen die Einstufung als «regionalbedeutsam».
Der Flughafen Weeze wehrt sich gegen die Einstufung als «regionalbedeutsam». Foto: Marius Becker

Der Flughafen Weeze befürchtet Einschränkungen seiner Entwicklungschancen. Bestimmungen des Plans seien vage, bemängelte Ludger van Bebber, Geschäftsführer des Flughafens . So sollten sich regional wichtige Flughäfen «im Einklang» mit den anderen Airports entwickeln. Das sei so, als ob ein Schreiner den zehnmal größeren Wettbewerber nebenan fragen müsse, ob man eine neue Halle bauen dürfe. Der Entwicklungsplan soll am 7. Dezember im Wirtschaftsausschuss des Landtags beraten und dann an das Plenum überwiesen werden.

Der Flughafen Weeze hatte voriges Jahr 1,9 Millionen Passagiere. Der Airport gehört zu über 90 Prozent einem niederländischen Investor. 40 Prozent der Fluggäste kommen aus Holland . Flüge werden fast nur von Billigflieger Ryanair angeboten. Der drittgrößte deutsche Airport Düsseldorf hatte 2015 etwa 22,5 Millionen Fluggäste.

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