Kriminalität
Putzfrau und Wachmann halfen: Fast 50 Mal eingebrochen

Kindergarten, Schule und sogar das Rathaus. Eine Einbrecherbande hat im rheinischen Zülpich über Monate ihr Unwesen getrieben. Sie hatte durch Mittäter leichtes Spiel, wie die Ermittler herausfanden.

Dienstag, 06.12.2016, 14:52 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 06.12.2016, 14:42 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 06.12.2016, 14:52 Uhr
Ein Blaulicht leuchtet.
Ein Blaulicht leuchtet. Foto: Friso Gentsch

Zülpich (dpa/lnw) - Eine Putzfrau soll Schlüssel besorgt und ein Wachmann auf ungestörte Beutezüge geachtet haben: Nach fast 50 Einbrüchen in der gut 20 000 Einwohner zählenden Stadt Zülpich hat die Polizei fünf Tatverdächtige ermittelt. Die Einheimischen im Alter von 28 bis 40 Jahren sollen in wechselnder Zusammensetzung vor allem in öffentlichen Gebäuden wie Kindergärten und Schulen auf Beutezügen unterwegs gewesen sein, teilte die Kreispolizeibehörde Euskirchen am Dienstag mit. Die Verdächtigen hätten teilweise Taten eingeräumt.

Nach den Erkenntnissen der Ermittler übergab eine Putzfrau den Dieben Schlüssel. Andere Mitglieder der Bande sollen dann in den Gebäuden Beute gemacht haben. Auch ein Wachmann soll der Bande angehören. Er habe zudem gewusst, welche Gebäude nicht zum Revier seines privaten Arbeitgebers gehören. Neben öffentlichen Gebäuden habe auch ein Industriegebiet im Fokus der Bande gestanden. Der Sachschaden wird auf eine mittlere fünfstellige Summe geschätzt. Auf das Konto der Gruppe sollen auch zwei Einbrüche im Rathaus gehen, bei denen unter anderem ein Dienstwagen gestohlen und später angezündet worden war.

Einer der Verdächtigen war auf frischer Tat ertappt worden. In der weiteren Folge konnte die Polizei die Zusammenhänge aufdecken. Die Verdächtigen sind auf freiem Fuß, da sie feste Wohnsitze haben.

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