Rocksänger ruft zum Spenden für Kinder auf
Udo Lindenberg kreiert erneut Weihnachtsgrußkarte

Köln (dpa/lnw) - Statt das eigene Kind mit Geschenken zu überhäufen, sollten die Deutschen lieber für Kinder in Kriegsgebieten spenden. Dazu ruft Udo Lindenberg kurz vor Weihnachten auf. Für das Kinderhilfswerk Unicef hat er zum sechsten Mal eine Weihnachtsgrußkarte gestaltet.

Donnerstag, 08.12.2016, 15:43 Uhr

Udo Lindenberg zeigt eine Friedens-Grußkarte.
Udo Lindenberg zeigt eine Friedens-Grußkarte. Foto: Tine Acke

Rocksänger Udo Lindenberg hat angesichts von Kriegen und Terror zu Spenden für Kinder in Krisengebieten aufgerufen. Weihnachten mache für ihn nur noch Sinn, wenn man auch an die Kinder in der Welt denke, die dringend Hilfe bräuchten, sagte der 70-Jährige in einem Interview des UN-Kinderhilfswerks Unicef .

Immer nur das bordeigene Kind mit Geschenken zu überhäufen, finde ich daneben. 

Udo Lindenberg

«Immer nur das bordeigene Kind mit Geschenken zu überhäufen, finde ich daneben.» Krieg sei das Schlimmste, was einem Kind passieren könne. «Schau nur nach Aleppo. Es ist unerträglich, wie hilflos da jetzt auch schon wieder die Weltgemeinschaft versagt», sagte Lindenberg.

Udo Lindenberg - eine Karriere in Bildern

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  • Udo Lindenberg wurde am 17.5.1946 in Gronau geboren. Seit 1968 lebt er überwiegend in Hamburg. 1971 veröffentlichte er seine erste Platte mit Steffi Stephan am Bass. Es folgten viele weitere und bis heute überrascht er immer wieder mit neuen Werken.

    Udo Lindenberg ist politisch sehr engagiert, erhielt zahlreiche Auszeichnungen und wird als einer der wichtigsten Kulturschaffenden Deutschlands angesehen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Udo Lindenberg stand am 9. November 2014 beim Bürgerfest vor dem Brandenburger Tor in Berlin auf der Bühne. Mit zahlreichen Veranstaltungen wurde der 25. Jahrestag des Mauerfalls gefeiert.

    Foto: dpa
  • Am 31. März 2012 gab Udo Lindenberg mit seinem Panikorchester das zweite von drei ausverkauften Konzerten in der Lanxess-Arena in Köln. Diese drei Shows markierten den Abschluss der "Ich mach mein Ding"-Tournee. 

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Die «3 eiligen Könige» abgebildet auf einer UNICEF-Weihnachtskarte. Lindenberg rief 2013 zur Hilfe für Kinder auf, die "in unbeschreiblichem Elend leben müssen".

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  • Am 7. Juni 2014 gab Udo Lindenberg in Düsseldorf das erste von vier Open-Air-Konzerten. Hier zu sehen mit Steffi Stephan.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Der Sänger trat am 9. November 2014 auf dem Bürgerfest vor dem Brandenburger Tor in Berlin auf. Mit zahlreichen Veranstaltungen wurde der 25. Jahrestag des Mauerfalls gefeiert.

    Foto: dpa
  • Udo Lindenberg stand am 9. November 2014 beim Bürgerfest vor dem Brandenburger Tor in Berlin auf der Bühne. Mit zahlreichen Veranstaltungen wurde der 25. Jahrestag des Mauerfalls gefeiert.

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  • Am 7. Juni 2014 gab Udo Lindenberg in Düsseldorf das erste von vier Open-Air-Konzerten.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Am 31. März 2012 gab Udo Lindenberg mit seinem Panikorchester das zweite von drei ausverkauften Konzerten in der Lanxess-Arena in Köln. Diese drei Shows markieren den Abschluss der "Ich mach mein Ding"-Tournee.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Der deutsche Rockmusiker und sein Panikorchester beim Auftritt in der Veranstaltung «Für den Frieden der Welt» am 25.10.1983 in Ost-Berlin im Palast der Republik. Vier Lieder durfte Lindenberg, der acht Jahre um eine Auftrittsgenehmigung in der DDR gekämpft hatte, bei dem von der FDJ organisierten Konzert singen. «Gitarren statt Knarren»: Kein Künstler hat sich so stark für die deutsche Wiedervereinigung eingesetzt wie Udo Lindenberg.

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  • Am 17.5.2006 feierte Udo seinen 60. Geburtstag.

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  • Udo Lindenberg, sein Musical-Double Serkan Kaya und Showmaster Thomas Gottschalk stießen mit Eierlikör am 12.2.2011 bei "Wetten, dass..?" in Halle (Saale) an.

    Foto: Jan Woitas/dpa
  • Der Musiker zeigt seine Comet-Trophäe am 23.5.2008 in Oberhausen bei der Verleihung des VIVA COMET 2008. Für die Preise des Musiksenders VIVA waren ausschließlich nationale Künstler nominiert. Lindenberg bekam den Preis für sein Lebenswerk.

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  • Der Rockmusiker sitzt an seinem ersten Schlagzeug vor dem von ihm gemalten Bild "Du sollst dir kein Bildnis machen" im Haus der Geschichte in Bonn. Der Musiker besichtigte die Ausstellung "Keine Panik - Udo Lindenbergs bunte Republik".

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  • Am 17. Oktober 2008 gaben Udo Lindenberg und das Panikorchester (im Bild: Steffi Stephan) in der ausverkauften Grugahalle in Essen ein Konzert im Rahmen der "Stark wie Zwei"-Tournee.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Lindenberg stand am 9.11.2013 in Berlin im Theater am Potsdamer Platz neben seiner neuen Wachsfigur, die seit dem 11.11.2013 im Madame Tussauds Berlin zu sehen ist. Der bekannte Kult-Musiker wurde von Anfang an von den Besuchern ganz oben auf die "Wunschliste" gesetzt. Zum fünften Geburtstag des Berliner Wachsfigurenkabinetts wurde damit die 100. Figur ausgestellt.

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  • Am 7. Juni 2014 gab Udo Lindenberg in Düsseldorf das erste von vier Open-Air-Konzerten in dem Jahr. Zum Konzertbeginn schwebt er übers Publikum Richtung Bühne.

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  • "The Dixie Devils" war die erste Band von Udo Lindenberg in seiner Heimatstadt Gronau. Bei dieser Aufnahme freuten sich die Bandmitglieder über den ersten Lohn, den sie für einen Auftritt erhalten hatten - so auch Udo Lindenberg (3.v.r.).

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  • Vor seiner Sanges-Karriere war Udo Lindenberg Schlagzeuger - unter anderem in Klaus Doldingers Band Passport. Deshalb setzt er sich immer noch gerne mal ans Schlagzeug - wie hier am 20. Juli 2004 in Gronau bei der Eröffnung des Rock'n'Popmuseums.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Udo Lindenberg am 16. Mai 2015 in Gronau bei der Einweihung des Lindenberg-Denkmals.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Gäste auf der Bühne: Helge Schneider und Steffi Stephan.

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  • Seit den Anfangstagen steht Steffi Stephan aus Münster neben Udo auf der Bühne - als Bassist im Panikorchester.

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  • Die großen Bühnen gewohnt - wie hier im Düsseldorfer Fußballstadion.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Die großen Bühnen gewohnt - wie hier im Düsseldorfer Fußballstadion.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Freunde: Thomas Stein, Udo Lindenberg, Steffi Stephan und Peter Maffay bei einem Fest auf Mallorca.

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  • Bei seinem Auftritt am 10. Mai 2002 auf dem Domplatz Münster begrüßte Lindenberg auf der Bühne auch Yvonne Catterfeld.

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  • Udo Lindenberg am 20. Juli 2004 in Gronau bei der Eröffnung des Rock'n'Popmuseums. Adresse: Udo-Lindenberg-Platz . . .

    Foto: Gunnar A. Pier

Für das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen Unicef hat der gebürtige Gronauer zum sechsten Mal eine Weihnachtsgrußkarte gestaltet. Sie zeigt den Pionier der deutschsprachigen Rockmusik mit einer Frau rockend unterm Weihnachtsbaum. Das Malen ist neben der Musik Lindenbergs große Leidenschaft. Er malt mit Schnaps. Deshalb nennt er seine Bilder „Likörelle“.

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Mit seiner Botschaft knüpft Udo Lindenberg an den Song „Happy X-Mas“ von John Lennon aus dem Jahr 1971 an. Darin singt der Chor: „War is over, if you want it“. Lennon sagte dazu, dass jeder verantwortlich für den Frieden ist. Bereits seit mehreren Jahrzehnten setzt sich Udo Lindenberg für Frieden und die Menschenrechte ein.

Der 70-Jährige ist eine lebende Deutschrock-Legende. Zwei Mal bereits wurde der Ehrenbürger Gronaus für sein Lebenswerk ausgezeichnet, sein Leben wird fürs Kino verfilmt und in Hamburg sind seine größten Hits als Musical zu sehen.

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