Kriminalität
Sprengstoff in der Pfalz: Junge Männer aus U-Haft entlassen

Kaiserslautern/Lauterecken (dpa/lrs) - Sechs Monate nach ihrer Festnahme wegen des Besitzes großer Mengen von Sprengstoff sind zwei junge Männer aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Die Haftbefehle gegen den 18-Jährigen aus dem westpfälzischen Lauterecken und den 24-Jährigen aus Nordrhein-Westfalen seien aufgehoben worden, sagte ein Sprecher des Landgerichts Kaiserslautern am Dienstag. Das Gericht sehe keine Verdunklungs- oder Fluchtgefahr mehr. Die beiden wurden nach dem Beschluss am Freitag freigelassen.

Dienstag, 13.06.2017, 11:22 Uhr

Ein Richterhammer aus Holz liegt auf einem Tisch.
Ein Richterhammer aus Holz liegt auf einem Tisch. Foto: Uli Deck

Anfangs bestand der Verdacht, dass die jungen Männer einen Anschlag in Kaiserslautern geplant haben könnten. Das wurde durch Ermittlungen wiederlegt. Der Vorwurf der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat wurde für den 24-Jährigen bereits im Februar fallen gelassen, nun auch für den 18-Jährigen. Die beiden sind noch wegen des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz angeklagt.

Die jungen Männer sollen insgesamt 155 Kilogramm an illegalen und legalen Feuerwerkskörpern sowie Explosivstoffen gelagert haben. Die Ermittler rechnen sie der Pyrotechnik-Szene zu, in der Feuerwerkskörper gebastelt und verkauft werden. Außerdem stellten sie eine Nähe zu rechtem Gedankengut fest, einer Organisation oder Gruppierung gehörten die Männer demnach aber nicht an.

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