Prozesse
Ex-Manager von Alemannia kann mit Bewährungsstrafe rechnen

Aachen (dpa/lnw) - Im Prozess gegen einen Ex-Manager von Alemannia Aachen wegen Vergehen in der Finanzmisere nach dem Stadionneubau zeichnet sich eine Bewährungsstrafe ab. Aachener Landgericht, Staatsanwaltschaft und Angeklagter trafen am Mittwoch eine entsprechende Vereinbarung. Voraussetzung war nach Gerichtsangaben ein Geständnis des 44-Jährigen, was er am Mittwoch ablegte.

Mittwoch, 14.06.2017, 14:42 Uhr

Das Tivoli Fußballstadion von Alemannia Aachen.
Das Tivoli Fußballstadion von Alemannia Aachen. Foto: Rolf Vennenbernd

Von den ursprünglich 50 Einzelvorwürfen wurden den Angaben zufolge drei Insolvenzverschleppungen, sechs Steuerhinterziehungen, Betrug und eine Untreue eingestellt. «Alle Punkte, die rechtlich und tatsächlich nicht ganz unproblematisch waren, hat man ausgeklammert», sagte Gerichtssprecher Daniel Kurth.

Neben der Bewährungsstrafe von bis zu zwei Jahren soll der Ex-Manager eine Geldbuße von 50 000 Euro erhalten. Niemand der Verfahrensbeteiligten habe es für angebracht gehalten, den 44-Jährigen ins Gefängnis zu stecken, sagte der Sprecher. Die «Aachener Nachrichten» und «Aachener Zeitung» hatten zuvor berichtet.

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